32 Brän­de durch mi­li­tä­ri­sche Schieß­übun­gen in die­sem Som­mer

Mi­nis­te­ri­um: Nor­ma­le Be­gleit­erschei­nun­gen / Lin­ke: Bun­des­wehr han­delt un­ver­ant­wort­lich

Bersenbrucker Kreisblatt - - VORDERSEITE - Trim, tob

BER­LIN/MEP­PEN Der ver­hee­ren­de Mo­or­brand auf dem Test­ge­län­de der Bun­des­wehr bei Mep­pen war in die­sem Som­mer kein Ein­zel­fall. Schieß­übun­gen der Bun­des­wehr ha­ben bun­des­weit min­des­tens 32 Brän­de auf Trup­pen­übungs­plät­zen ent­facht. Ein Be­richt des Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums an den Bun­des­tag, der un­se­rer Re­dak­ti­on vor­liegt, lis­tet 31 wei­te­re Stand­or­te auf, an de­nen Feu­er be­kämpft werden muss­te. Al­lein in Nie­der­sach­sen ge­hör­ten da­zu sie­ben Stand­or­te, dar­un­ter Ber­gen, Garl­stedt, Ha­ber­loh, Hell­we­ge, Muns­ter, Ni­en­burg/Lan­gen­damm und See­dorf. Die Zahl der Ein­zel­brän­de war noch we­sent­lich hö­her, weil die Lis­te nur Zei­t­räu­me nennt. Ein Spre­cher des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums ver­wies auf An­fra­ge dar­auf, dass Brän­de bei mi­li­tä­ri­schem Übungs­schie­ßen im Ge­län­de „ei­ne nor­ma­le Be­gleit­erschei­nung“ sei­en. Des­we­gen ge­be es auch kein sol­ches Schie­ßen oh­ne Feu­er­wehr­be­glei­tung.

Der Brand im Ems­land war am 3. Sep­tem­ber durch Ra­ke­ten­tests bei gro­ßer Trockenheit aus­ge­löst wor­den und konn­te erst vor we­ni­gen Ta­gen ge­löscht werden. Alex­an­der Neu, Ob­mann der Lin­ken im Ver­tei­di­gungs­aus­schuss, sag­te: „Es ist voll­stän­dig un­ver­ant­wort­lich, wenn die Bun­des­wehr bei hoch­som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren un­be­küm­mert und wie­der­holt Brän­de ver­ur­sacht und kei­ne ernst­haf­ten Kon­se­quen­zen zieht.“

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