Kein Han­dy beim Fahr­rad­fah­ren

Nicht nur im Au­to sind Smart­pho­ne und Mu­sik nicht er­laubt

Bersenbrucker Kreisblatt - - SONDERSEITE - Von Ca­ri­na Rol­fing und Lau­ra Hen­ke

Wir, die Schü­ler der Lin­den­schu­le Buer, ha­ben ei­ne Zeit lang den Stra­ßen­ver­kehr be­ob­ach­tet. Da­bei ha­ben wir fest­ge­stellt, dass vie­le das Han­dy be­nut­zen. Ob Fuß­gän­ger, Au­to­fah­rer, Fahr­rad­fah­rer oder Lkw-Fah­rer, wir ha­ben das Han­dy an den Oh­ren al­ler Ver­kehrs­teil­neh­mer ge­se­hen.

MEL­LE Ei­ne Nach­richt schrei­ben, das Fahr­ziel ins Na­vi ein­tip­pen oder te­le­fo­nie­ren: Schnell las­sen sich Au­to­fah­rer am Steu­er ab­len­ken. Die meis­ten un­ter­schät­zen da­bei die Ge­fahr, die da­von aus­geht. Denn wer bei ei­ner Ge­schwin­dig­keit von 50 St­un­den­ki­lo­me­tern nur zwei Se­kun­den lang un­acht­sam ist, legt fast 28 Me­ter im Blind­flug zu­rück, er­klärt der ADAC in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung vom März 2018. Ein Pro­blem sei auch die Rou­ti­ne, da bei vie­len Au­to­fah­rern die Kon­zen­tra­ti­on be­son­ders auf be­kann­ten Stre­cken schnel­ler nach­las­se.

Un­ter­schätzt

2015 fand der ADAC in ei­ner ge­mein­sa­men Stu­die mit dem ös­ter­rei­chi­schen Au­to­mo­bil­club ÖAMTC her­aus, dass Men­schen die Fol­gen von ab­len­ken­den Tä­tig­kei­ten auf ihr Fahr­ver­hal­ten un­ter­schät­zen. Am längs­ten ging der Blick weg von der Stra­ße beim Be­die­nen des Na­vi­ga­ti­ons­ge­rä­tes, ge­folgt vom Te­le­fo­nie­ren mit dem Han­dy.

Aber auch Ne­ben­tä­tig­kei­ten wie ei­ne Bril­le aus dem Etui neh­men oder aus der Was­ser­fla­sche trin­ken wir­ken sich selbst bei nied­ri­gen Ge­schwin­dig­kei­ten auf das Fahr­ver­hal­ten aus. Doch nicht nur für Au­to­fah­rer kann Ablen­kung im Stra­ßen­ver­kehr

tra­gisch en­den. Das gel­te auch für Fahr­rad­fah­rer. In sei­nem Rat­ge­ber „Fahr­rad­fah­ren, aber rich­tig“er­klärt der ADAC, wie man sich als Rad­fah­rer ver­hält.

Egal ob beim Mo­bil­te­le­fon, beim Ta­blet, beim E-Book, beim Na­vi­ga­ti­ons­ge­rät oder

beim Dik­tier­ge­rät – seit dem 19. Ok­to­ber 2017 dür­fen der­ar­ti­ge elek­tro­ni­sche Ge­rä­te nur noch sehr ein­ge­schränkt im Stra­ßen­ver­kehr be­nutzt werden. Wenn sie in der Hand ge­hal­ten werden müs­sen, dür­fen sie vom Fah­rer nicht mehr wäh­rend der

Fahrt ge­nutzt werden. Das gilt ge­nau­so für Fahr­rad­fah­rer, denn auch sie müs­sen auf­merk­sam sein. Wich­tig ist au­ßer­dem, dass der Rad­fah­rer sei­ne Mu­sik nur so laut hört, dass er den Fahr­zeug­ver­kehr noch wahr­neh­men kann.

Fo­to: Lau­ra Hen­ke

Auch auf dem Fahr­radist das Smart­pho­ne ta­bu. Auch auf Kopf­hö­rer soll­te man ver­zich­ten. Was pas­sie­ren kann, wenn man es trotz­dem nutzt, ha­ben die Schü­ler für ein Fo­to nach­ge­stellt: Schnell ist man un­auf­merk­sam und über­sieht da­bei bei­spiels­wei­se ein Au­to.

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