VfL: Zu­schau­er­fra­ge noch nicht ge­klärt

Wüb­ben­horst macht ih­rem Team nach dem 2:2 ge­gen Lipp­stadt „ei­ne Lie­bes­er­klä­rung“

Bersenbrucker Kreisblatt - - VORDERSEIT­E - Von Sven Stah­mann

OS­NA­BRÜCK Der­by mit Pu­bli­kum? Ob Fuß­bal­lZweit­li­gist VfL Os­na­brück sein Heim­spiel ge­gen Hannover 96 am Frei­tag­abend (18.30 Uhr) vor Zu­schau­ern aus­tra­gen darf, wol­len die Ex­per­ten des Os­na­brü­cker Kri­sen­stabs im Lau­fe des Don­ners­tags ent­schei­den.

LOT­TE Die Sport­freun­de Lot­te ha­ben ge­gen den SV Lipp­stadt in ih­rem vier­ten Sai­son­spiel in der Re­gio­nal­li­ga West beim 2:2 (1:1) den ers­ten Sieg nur knapp ver­passt. Da­bei konn­te sich der Gast­ge­ber vor 300 Zu­schau­ern im Sta­di­on am Lot­ter Kreuz nach Rück­stand noch zu­rück­kämp­fen.

„Ich möch­te mei­ner Mann­schaft ei­ne Lie­bes­er­klä­rung ma­chen. Wir wa­ren kon­se­quen­ter, als in den letz­ten Spie­len. Lei­der nut­zen wir un­ser Chan­cen­plus nicht“sag­te Trai­ne­rin Im­ke Wüb­ben­horst. Sie muss­te auf die ge­sperr­ten Ver­tei­di­ger Ser­tan Yi­ge­nog­lu und Fi­lip Lis­nic ver­zich­ten. Der über­zeu­gen­de Di­no Ba­j­ric stand erst­mals in der In­nen­ver­tei­di­gung. Als rech­ter Ver­tei­di­ger fun­gier­te Ni­no La­ca­gni­na, der sich bei sei­nem De­büt gut ver­kauf­te. In den ers­ten Mi­nu­ten setz­te sich Lot­te in der geg­ne­ri­schen Hälf­te fest. Kon­ter der Gäs­te fin­gen die Sport­freun­de gut ab.

Nach nur ei­nem Punkt aus den ers­ten drei Sai­son­spie­len wa­ren die Sport­freun­de ge­gen die bis­her noch un­ge­schla­ge­nen Lipp­städ­ter vor al­lem of­fen­siv ge­for­dert. Die Ab­wehr­rei­he des SVL rann­ten Exau­ce And­zoua­na und auch Le­on De­maj so­fort an und un­ter­sag­ten es da­mit den Gäs­ten, ih­re An­grif­fe auf­zu­bau­en. Lot­te be­haup­te­te den­noch in der Of­fen­si­ve oft den Ball. Die we­ni­gen Feh­ler im Spiel­auf­bau bü­gel­ten die In­nen­ver­tei­di­ger Men­ke und auch Ba­j­ric aus.

Durch viel Ein­satz kam Lot­te durch Ben­net van den Berg auf ein­mal in den Straf­raum, wo der Ball mit et­was Glück zu Le­on De­maj kam. Der fa­ckel­te nicht lan­ge und wuch­te­te das Le­der un­ter die Qu­er­lat­te, von wo er ganz knapp hin­ter die Li­nie sprang (33.). Der Tor­schüt­ze

Gu­tes Spiel: Dri­lon De­maj (am Ball) und sein Bru­der Le­on schos­sen die Lot­ter To­re.

lief so­fort zur Bank, wo er sich das Tri­kot des ver­letz­ten Con­rad Azong hol­te, wel­ches er dann in Rich­tung Tri­bü­ne hielt.

Doch auf ein­mal wa­ren die Gast­ge­ber hin­ten et­was un­si­cher. Nur drei Mi­nu­ten nach dem Füh­rungs­tref­fer kam Lot­tes Tor­schüt­ze zu spät

und konn­te Kevin Hoff­mei­er nicht stop­pen, der ei­ne wun­der­ba­re Flan­ke auf den frei­en Jan Lu­kas Liehr plat­zier­te. Der traf per Kopf zum Aus­gleich. Nach den bei­den To­ren wur­den die Zu­schau­er auf der Tri­bü­ne lau­ter. Mit den An­feue­run­gen kam Lot­te zu ei­ni­gen Chan­cen – van den

Berg ver­gab die Bes­te vor der Halb­zeit (41.).

Nach der Pau­se ging es vor al­lem dar­um, nicht wie­der die gu­te Leis­tung der ers­ten Halb­zeit zu­nich­te zu ma­chen. Denk­bar schlecht war es dann, dass Lipp­stadt sei­ne zwei­te Chan­ce im Spiel nutz­te und das Spiel durch Zol­tan

Pa­ta­ki dreh­te (59.). Zum vier­ten Mal muss­te Lot­te in die­ser Sai­son al­so zwei Tref­fer hin­neh­men.

Doch die Gast­ge­ber ga­ben nicht auf und kämpf­ten sich zu­rück. „Wir sind heu­te nicht nach 60 Mi­nu­ten ein­ge­bro­chen“, sag­te Wüb­ben­horst nach dem Spiel. Nach Vor­la­ge sei­nes Bru­ders Le­on war Dri­lon De­maj frei vor dem Kee­per der Gäs­te und schob ge­konnt zum Aus­gleich ein (68.). In den letz­ten Mi­nu­ten woll­ten die Sport­freun­de den Sieg. „Wir hat­ten die bes­se­ren Chan­cen und muss­ten heu­te ei­gent­lich ge­win­nen“, sag­te auch Le­on De­maj. Scha­de, denn Lot­te ist nach nur zwei Punk­ten ge­for­dert – und in den nächs­ten Spie­len wer­den die Geg­ner zu­min­dest auf dem Pa­pier nicht schlech­ter.

Fo­to: Man­fred Mru­gal­la

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