Gu­ter Vor­schlag

Bersenbrucker Kreisblatt - - POLITIK - Von Burk­hard Ewert

Die

So­zi­al­ver­bän­de kön­nen sich be­schwe­ren, so laut sie wol­len. Tat­sa­che ist, dass die über­wie­gen­de Mehr­heit der EU-Staa­ten ei­ne kom­plett an­de­re Ein­wan­de­rungs­po­li­tik an­strebt als Deutsch­land und als Ca­ri­tas & Co schon mal so­wie­so. Will sich die EU-Kom­mis­si­on nicht völ­lig lä­cher­lich ma­chen, muss sie die­se Po­si­tio­nen der Staa­ten sich­ten, sor­tie­ren und ka­na­li­sie­ren, da­mit es über­haupt so et­was wie ei­nen ru­di­men­tä­ren ge­mein­sa­men Rah­men in der Fra­ge der Auf­nah­me von Asyl- und Wirt­schafts­flücht­lin­gen ge­ben kann.

Noch im­mer muss Kom­mis­si­ons­che­fin Ur­su­la von der Ley­en dann die Fra­ge be­ant­wor­ten, war­um Re­gie­run­gen ei­ner Po­li­tik zu­stim­men sol­len, die sie in Tei­len nicht wol­len. Sie wird auch Grün­de da­für fin­den müs­sen, dass sich je­mand da­mit ein­ver­stan­den er­klärt, sich trotz An­pas­sung an deut­sche Po­si­tio­nen fi­nan­zi­ell sank­tio­nie­ren zu las­sen, so­fern man nicht völ­lig ein­schwen­ken will und wird – ver­mut­lich al­so Kon­zes­sio­nen an an­de­rer Stel­le. Dies vor­aus­ge­schickt, hat die EU-Kom­mis­si­on her­vor­ra­gen­de Ar­beit ge­leis­tet. Durch die Idee ei­nes Ab­schie­be­ma­nage­ments kann sich so­gar als „har­ter Hund“pro­fi­lie­ren, wer dar­auf Wert legt. An­de­re Län­der kön­nen die hu­ma­ni­tä­re Hil­fe in den Mit­tel­punkt rü­cken.

Die Schwie­rig­kei­ten der Um­set­zung wer­den be­trächt­lich sein. Ei­nen zwei­ten Blick lohnt das Kon­zept der EU aber al­le­mal.

b.ewert@noz.de

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