Im In­ter­net bes­ser als im Stre­cken­netz

Bersenbrucker Kreisblatt - - WIRTSCHAFT - Von Kat­ha­ri­na Rit­zer k.rit­zer@noz.de

Im

In­ter­net ist die Bahn erst­klas­sig un­ter­wegs: Wer sei­ne Fahrt on­li­ne bucht, kann die Fahr­kar­te im Zug auf dem Dis­play des Smart­pho­nes vor­zei­gen. Bei je­der Ver­spä­tung be­kommt der Kun­de fast in Echt­zeit ei­nen Hin­weis mit der mi­nu­ten­ge­nau­en An­ga­be der Ver­spä­tung. Und auch die be­nut­zer­freund­li­che App der Bahn macht ei­nen gu­ten Job.

Jetzt al­so auch noch kos­ten­lo­ses W-Lan in ei­ni­gen Bahn­hö­fen, al­le Ach­tung. Zur Er­in­ne­rung: Vor sie­benJah­ren hat­te die Bahn schon ein­mal mit kos­ten­lo­sem W-Lan in Bahn­hö­fen ge­wor­ben, sei­ner­zeit in Ko­ope­ra­ti­on mit der Te­le­kom. Der Ha­ken: Die ent­gelt­freie Nut­zung war auf ei­ne hal­be St­un­de be­schränkt – ver­mut­lich die durch­schnitt­li­che Ver­spä­tung ei­nes Fern­zu­ges, so Spöt­ter da­mals. Jetzt macht die Bahn das W-Lan al­lei­ne und hof­fent­lich bes­ser.

Blei­ben zwei Kri­tik­punk­te; für den ei­nen kann die Bahn nichts, für den an­de­ren schon. Punkt eins: das schlech­te W-Lan in den Zü­gen. Ver­ant­wort­lich da­für ist nicht die Bahn, son­dern das viel zu dün­ne Netz der Mo­bil­funk­be­trei­ber, die viel mehr Mas­ten auf­stel­len müss­ten. Punkt zwei: Die Bahn ist im ana­lo­gen Netz deut­lich schlech­ter un­ter­wegs als im di­gi­ta­len In­ter­net. Schön zwar, wenn wir je­der­zeit on­li­ne auf dem Lau­fen­den sind, wie groß die ak­tu­el­le Ver­spä­tung ist. Gar nicht schön aber ist und bleibt, dass die Bahn so we­nig ver­läss­lich ist und in Sa­chen Pünkt­lich­keit im in­ter­na­tio­na­len Ver­gleich nur hin­ter­her­fährt.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.