Nur sein Rad wur­de ge­fun­den

Mann zwi­schen Bad Oeyn­hau­sen und Os­na­brück ver­schwun­den

Bersenbrucker Kreisblatt - - REGION - Von An­dré Pot­te­baum

OS­NA­BRÜCK/BAD OEYN­HAU­SEN Die Po­li­zei hat die Su­che nach dem ver­miss­ten Fahr­rad­fah­rer aus Bad Oeyn­hau­sen am Mitt­woch ab­ge­bro­chen. Vom 52-Jäh­ri­gen feh­le wei­ter­hin je­des Le­bens­zei­chen. Er hat­te sich am Sonn­tag auf den Weg nach Os­na­brück ge­macht.

Nach An­ga­ben der Po­li­zei Min­den-Lüb­be­cke set­zen die Be­am­ten am Mitt­woch ih­re Su­che nach dem wei­ter­hin ver­miss­ten Rad­fah­rer zu­nächst fort. Die Po­li­zei durch­kämm­te ins­be­son­de­re die Nord­sei­te des Wie­hen­ge­bir­ges, zwi­schen Lüb­be­ckeNet­telstedt und Hil­le- Oberl­üb­be, wo das Fahr­rad des ver­miss­ten Man­nes zu­vor ge­fun­den wur­de.

Hil­fe von Spür­hun­den

Un­ter­stüt­zung be­ka­men die Be­am­ten von zwei Di­enst­hun­de­füh­rern aus Stu­ken­brock, die am Mor­gen mit meh­re­ren Hun­den an­ge­reist wa­ren. Ne­ben Wald­stü­cken sei­en auch Fisch­tei­che und Mais­fel­der am Ran­de des Wie­hen­ge­bir­ges ab­ge­sucht wor­den. Ei­ne Spur fan­den die Vier­bei­ner aber nicht.

Be­reits am Mon­tag hat­ten rund 100 Be­am­te im Wie­hen­ge­bir­ge nach dem Mann aus Bad Oeyn­hau­sen ge­sucht. Eben­so sei in den ver­gan­ge­nen Ta­gen ein Po­li­zei­hub­schrau­ber mit Wär­me­bild­ka­me­ra im Ein­satz ge­we­sen, um die Wald­rän­der, den Oberl­üb­ber Berg­see und den ehe­ma­li­gen St­ein­bruch in Net­telstedt ab­zu­flie­gen.

Nach nun­mehr vier Ta­gen ge­be es wei­ter­hin kein Le­bens­zei­chen des 52-Jäh­ri­gen. Die Po­li­zei set­ze die Su­che nach dem Ver­miss­ten des­halb vor­erst aus. „Soll­ten sich neue Hin­wei­se oder An­halts­punk­te für ei­nen mög­li­chen Auf­ent­halts­ort des Man­nes er­ge­ben, wird die Su­che wie­der auf­ge­nom­men“, hieß es in ei­ner Mit­tei­lung.

Der Mann war am Sonn­tag­mor­gen ge­gen 8.30 Uhr zu ei­ner Rad­tour über den Kamm­weg in Rich­tung Os­na­brück auf­ge­bro­chen. Als der 52-Jäh­ri­ge am Nach­mit­tag noch im­mer nicht nach Hau­se zu­rück­ge­kehrt und auch nicht über sein Han­dy er­reich­bar war, er­stat­te­te die Ehe­frau ei­ne Ver­miss­ten­an­zei­ge bei der Po­li­zei.

Noch am Di­ens­tag­abend rief die Ehe­frau des Ver­miss­ten bei Face­book zu ei­ner pri­va­ten Such­ak­ti­on auf. „Ich brau­che eu­re Hil­fe. Mein Mann ist nach ei­nem Fahr­rad­sturz wahr­schein­lich ori­en­tie­rungs­los im Wie­hen­ge­bir­ge un­ter­wegs. Bit­te helft su­chen“, schrieb sie dort. Der Bei­trag wur­de mitt­ler­wei­le mehr als 1500-mal ge­teilt.

Au­gen of­fen hal­ten

Die Po­li­zei Min­den-Lüb­be­cke hat­te dar­auf­hin Kon­takt mit der Frau auf­ge­nom­men und dar­um ge­be­ten, nicht auf ei­ge­ne Faust nach dem Ehe­mann zu su­chen. „Wir ha­ben volls­tes Ver­ständ­nis für die Si­tua­ti­on der Ehe­frau“, sag­te ein Spre­cher der Po­li­zei auf Nach­fra­ge un­se­rer Re­dak­ti­on.

Die Po­li­zei bit­tet Spa­zier­gän­ger und Rad­fah­rer im Wie­hen­ge­bir­ge oder in des­sen Um­feld, die Au­gen wei­ter­hin of­fen zu hal­ten und bei Be­darf die Po­li­zei per No­t­ruf 110 zu ver­stän­di­gen.

Zum Ver­miss­ten: Der 52Jäh­ri­ge ist zwei Me­ter groß, schlank und ver­mut­lich mit ei­nem blau­en Tri­kot, mög­li­cher­wei­se ei­ner dun­kel­blau­en Ja­cke und ei­ner dunk­len Rad­ler­ho­se, be­klei­det und trägt ei­nen dun­kel­grau­en Fahr­rad­helm. Das Moun­tain­bike ist schwarz und be­sitzt kei­nen An­trieb.

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