Bersenbrucker Kreisblatt

Ent­schä­di­gung für Un­recht an ho­mo­se­xu­el­len Sol­da­ten

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BER­LIN Ho­mo­se­xu­el­le Sol­da­ten sol­len für er­lit­te­nes Un­recht re­ha­bi­li­tiert und mit dem sym­bo­li­schen Be­trag von 3000 Eu­ro ent­schä­digt wer­den. Das Ka­bi­nett be­schloss ges­tern den Ent­wurf ei­nes Ge­set­zes, das Ur­tei­le der Trup­pen­dienst­ge­rich­te we­gen ein­ver­nehm­li­cher ho­mo­se­xu­el­ler Hand­lun­gen auf­hebt. Die Ent­schä­di­gung er­hal­ten ne­ben den ver­ur­teil­ten Sol­da­ten auch die­je­ni­gen, die we­gen ih­rer se­xu­el­len Ori­en­tie­rung ent­las­sen, nicht mehr be­för­dert, de­gra­diert oder nicht mehr mit ver­ant­wor­tungs­vol­len Auf­ga­ben be­traut wur­den. Das gilt so­wohl für Bun­des­wehr­sol­da­ten als auch für An­ge­hö­ri­ge der ehe­ma­li­gen Na­tio­na­len Volks­ar­mee der DDR.

Das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um schätzt, dass et­wa 1000 Be­trof­fe­ne die Ent­schä­di­gung be­an­tra­gen wer­den. Der Ge­setz­ent­wurf muss noch vom Bun­des­tag be­schlos­sen wer­den. Die Zu­stim­mung des Par­la­ments gilt aber als si­cher. Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin An­ne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er nann­te den Ge­setz­ent­wurf ein „gro­ßes Zei­chen ge­gen

Dis­kri­mi­nie­rung“. Zwar kön­ne man er­lit­te­nes Un­recht nicht wie­der­gut­ma­chen. Mit der Re­ha­bi­li­tie­rung und Ent­schä­di­gung set­ze man aber „ein Zei­chen der Wie­der­her­stel­lung der Wür­de die­ser Men­schen“, sag­te die CDU­Che­fin.

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