Bersenbrucker Kreisblatt

Ge­schenk an­neh­men?

- Von Wil­fried Hin­richs w.hin­richs@noz.de

Man

kann es so se­hen: Der Ei­gen­tü­mer hat sich vor gut 20 Jah­ren ver­zockt, als er auf den Kaf­fee­haus-Trüm­mern ein Ho­tel ent­ste­hen las­sen woll­te. Nun muss der In­ves­tor die Kon­se­quen­zen sei­ner Fehl­pla­nung tra­gen und die Rui­ne be­sei­ti­gen. Wer die Sa­che aus die­sem Blick­win­kel be­trach­tet, kann nur zu dem Schluss kom­men: Die Stadt darf die Lie­gen­schaft nicht für ei­nen Eu­ro über­neh­men und die Wie­der­her­stel­lung als Grün­flä­che mit Steu­er­gel­dern be­zah­len.

Man kann es auch an­ders se­hen: Die Stadt hat es in zwei Jahr­zehn­ten nicht ge­schafft, dem Grund­ei­gen­tü­mer Pla­nungs­si­cher­heit zu ge­ben. Es ge­lang nicht, ei­nen Be­bau­ungs­plan für die Flä­che auf­zu­stel­len. Es ge­lang nicht, ge­gen­sätz­li­che In­ter­es­sen aus­zu­glei­chen und ei­nen Kom­pro­miss zu fin­den. Da­für fehl­ten je­weils die Mehr­hei­ten und ei­ne ord­nen­de Hand.

Nun ist nach ein­ein­halb Jahr­zehn­ten und dem rechts­gül­ti­gen Ab­ris­s­ur­teil der Punkt er­reicht, ei­nen Strich zu zie­hen. Kaum denk

 ??  ?? bar ist, dass die Stadt die Ro­h­im­mo­bi­lie kauft und selbst in Wohn­raum um­wan­delt. Das hat sie näm­lich dem Ei­gen­tü­mer bis­lang im­mer ver­wei­gert.
Es wä­re auch nur ei­ne vor­über­ge­hen­de Lö­sung, die Ab­riss­ver­fü­gung durch­zu­set­zen. Die Flä­che am Ein­gang zum Rub­ben­bruch­see blie­be dann in Pri­vat­be­sitz, was neue Kon­flik­te her­auf­be­schwö­ren wür­de, soll­ten sich Nut­zungs­ide­en ei­nes Ei­gen­tü­mers und Vor­stel­lun­gen der Stadt nicht ver­ein­ba­ren las­sen.
Es bleibt al­so nur die prag­ma­ti­sche Lö­sung: Die Stadt kauft für ei­nen Eu­ro, reißt die Rui­ne ab und ge­stal­tet das Grund­stück als dau­er­haf­te Grün­flä­che. Ja, die Ze­che zahlt dann wie­der mal der Steu­er­zah­ler. Aber da­für ist das Pro­blem we­nigs­tens ein für al­le Mal ge­löst.
bar ist, dass die Stadt die Ro­h­im­mo­bi­lie kauft und selbst in Wohn­raum um­wan­delt. Das hat sie näm­lich dem Ei­gen­tü­mer bis­lang im­mer ver­wei­gert. Es wä­re auch nur ei­ne vor­über­ge­hen­de Lö­sung, die Ab­riss­ver­fü­gung durch­zu­set­zen. Die Flä­che am Ein­gang zum Rub­ben­bruch­see blie­be dann in Pri­vat­be­sitz, was neue Kon­flik­te her­auf­be­schwö­ren wür­de, soll­ten sich Nut­zungs­ide­en ei­nes Ei­gen­tü­mers und Vor­stel­lun­gen der Stadt nicht ver­ein­ba­ren las­sen. Es bleibt al­so nur die prag­ma­ti­sche Lö­sung: Die Stadt kauft für ei­nen Eu­ro, reißt die Rui­ne ab und ge­stal­tet das Grund­stück als dau­er­haf­te Grün­flä­che. Ja, die Ze­che zahlt dann wie­der mal der Steu­er­zah­ler. Aber da­für ist das Pro­blem we­nigs­tens ein für al­le Mal ge­löst.

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