Bersenbrucker Kreisblatt

Fährt die „Li­li“bald rund um die In­nen­stadt?

Lin­ge­ner SPD will ein­fa­che­res Um­stei­gen und an­de­re Prei­se im Bus­ver­kehr

- Von Wil­fried Rog­gen­dorf

Gibt es bald ei­ne Ring­li­nie in Lin­gen?

Fo­tos: Ju­lia Kü­the

LIN­GEN Seit 2011 rollt die „Li­li“durch Lin­gen. Die Bus­se ver­bin­den die Orts­tei­le mit der In­nen­stadt. Doch op­ti­mal ist das Sys­tem noch nicht, meint die SPD im Stadt­rat – und macht Vor­schlä­ge für die Preis­ge­stal­tung und ei­ne bes­se­re Li­ni­en­füh­rung.

Die „Li­li“fuhr ab 2011 pro­be­wei­se auf zwei Li­ni­en, bis der Be­trieb 2013 flä­chen­de­ckend auf das Stadt­ge­biet ein­schließ­lich der Orts­tei­le aus­ge­dehnt wur­de. 160 000 be­zahl­te Fahr­ten zähl­te die Ver­kehrs­ge­mein­schaft Ems­land-Süd ( VGE) 2019 – Ten­denz stei­gend. Auf acht Li­ni­en ver­keh­ren die „Li­li“Bus­se der­zeit. Sie al­le be­gin­nen und en­den am Zen­tra­len Om­ni­bus­bahn­hof (ZOB) an der Bernd-Ro­se­mey­er-Stra­ße. Je Fahrt wer­den 1,50 Eu­ro fäl­lig. Wer in ei­ne an­de­re Li­nie um­steigt, muss er­neut be­zah­len.

Für die Lin­ge­ner So­zi­al­de­mo­kra­ten sind so­wohl die stern­för­mi­ge Stre­cken­füh­rung als auch die Preis­ge­stal­tung nicht op­ti­mal. „Das Um­stei­ge­sys­tem ist zu um­ständ­lich“, sagt die Vor­sit­zen­de der Stadt­rats­frak­ti­on, Edel­traut Gra­eß­ner. Auf ei­ner Klau­sur­ta­gung der Frak­ti­on sei­en da­her Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge er­ar­bei­tet wor­den.

Die­se er­läu­tert Gra­eß­ners Stell­ver­tre­ter Andre­as Krö­ger. Er bringt ei­ne Ring­li­nie rund um die In­nen­stadt ins Ge­spräch. Die Idee da­hin­ter: Fahr­gäs­te kön­nen aus den Orts­tei­len bis zur nächst­ge­le­ge­nen Hal­te­stel­le der Ring­li­nie fah­ren und schon dort um­stei­gen. Ei­ne Fahrt bis zum ZOB und der Um­stieg dort wür­den ent­fal­len. „So ei­ne Ring­li­nie könn­te schon vie­les ab­fan­gen“, ist sich Krö­ger si­cher. Zu den mög­li­chen Kos­ten für ei­ne ne­un­te „Li­li“Bus­li­nie mach­ten die bei­den So­zi­al­de­mo­kra­ten noch kei­ne An­ga­ben.

Li­ni­en­über­sicht

Krö­ger spricht sich zu­dem für „ver­nünf­ti­ge Um­stei­ge­prei­se“aus. Nur um nach ei­nem Um­stieg am ZOB we­ni­ge Sta­tio­nen wei­ter­zu­fah­ren, soll nach An­sicht der So­zi­al­de­mo­kra­ten nicht wie­der der vol­le Fahr­preis von 1,50 Eu­ro fäl­lig wer­den. Wei­ter for­dert der stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de der SPD-Stadt­rats­frak­ti­on QR-Co­des an al­len Hal­te­stel­len, mit de­ren Hil­fe der ge­sam­te Fahr­plan des „Li­li“Bus­sys­tems ab­ruf­bar ist.

Auch schla­gen die So­zi­al­de­mo­kra­ten vor, ei­ne Li­ni­en­über­sicht an den Hal­te­stel­len an­zu­brin­gen. Ein sol­cher

des „Li­li“-Bus­sys­tems (klei­nes Bild) hängt nicht an je­der Hal­te­stel­le in der Stadt Lin­gen.

Plan ist zwar vor­han­den und auf der In­ter­net­sei­te des „Li­li“-Bus­ses ab­ruf­bar, hängt aber längst nicht an je­der Hal­te­stel­le. Gra­eß­ner be­tont dass die wei­te­re Wei­ter­ent­wick­lung des Lin­ge­ner Stadt­bus­sys­tems für die So­zi­al­de­mo­kra­ten ein wich­ti­ges The­ma sei.

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Ein sol­cher Li­ni­en­plan

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