Bersenbrucker Kreisblatt

Be­acht­lich

- Von Su­san­ne Ha­ver­kamp Paris · Syria · Cairo · Morgause

Kampf um den Halb­mond, 21.45 Uhr

Sie ist Kriegs­dra­ma, Fa­mi­li­en­tra­gö­die, Lie­bes­film und Po­lit­thril­ler: die Mi­ni­se­rie „Kampf um den Halb­mond“. Se­hens­wert, fin­det un­se­re Au­to­rin.

An­toi­ne Ha­bert ist ein jun­ger Ar­chi­tekt in Pa­ris und glück­lich mit sei­ner Frau Lor­rai­ne, ei­ner Pi­lo­tin. Bis er im Fern­se­hen ei­nen Fern­seh­be­richt aus Sy­ri­en sieht. Dar­in ent­deckt er ei­ne Frau aus dem kur­di­schen Frau­en­ba­tail­lon YJP – und die sieht sei­ner Schwes­ter An­na zum Ver­wech­seln ähn­lich. An­na, ei­ne Archäo­lo­gin, die zwei Jah­re zu­vor bei ei­nem Ter­ror­an­schlag in Kai­ro um­ge­kom­men sein soll. Was An­toi­ne nie wahr­ha­ben woll­te. Kurz­ent­schloss­sen reist er ins tür­kisch-sy­ri­sche Grenz­ge­biet, um nach An­na zu su­chen.

An­toi­ne ist kein Held. „Ist es da si­cher?“, ist sei­ne ers­te Fra­ge, als er sei­nen Gui­de trifft. Nein, ist es nicht. Der be­sorg­te Bru­der, na­iv wie er ist, ge­rät zwi­schen die Fron­ten, und die sind ziem­lich bru­tal. „Nichts für emp­find­sa­me Ge­mü­ter“, steht als War­nung vor je­der der acht Fol­gen der fran­zö­sisch-is­rae­li­schen Mi­ni­se­rie.

Aber die Se­rie ist nicht nur ein Kriegs­dra­ma mit Ge­fech­ten, sinn­lo­sen Op­fern und zä­hen Kämp­fe­rin­nen. Es ist auch ei­ne Fa­mi­li­en­ge­schich­te, die von An­toi­ne, An­na und ih­ren El­tern er­zählt. Von Ver­let­zun­gen und Ver­lus­ten. Von Mut und Lie­be. Von sich auf­wei­chen­den Gren­zen von rich­tig und falsch, gut und bö­se.

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