Bersenbrucker Kreisblatt

Ein Rie­sen­er­folg

- Entertainment · Stockholm · Astrid Lindgren

Ein kran­kes Kind und ei­ne Mut­ter mit blü­hen­der Fan­ta­sie – die­ser Kom­bi­na­ti­on ver­dankt die Welt die kun­ter­bun­ten Ge­schich­ten über Pip­pi Langs­trumpf. Vor 75 Jah­ren, am 26. No­vem­ber 1945, er­schien in Stock­holm As­trid

Lind­grens Buch über das Mäd­chen mit den ro­ten Zöp­fen. Ei­gent­lich, so er­in­nert sich As­trid Lind­gren in ih­rer Au­to­bio­gra­fie „Das ent­schwun­de­ne Land“, ha­be sie nie Bü­cher schreiben wol­len. Doch im Win­ter 1941 lag Toch­ter

Ka­rin krank im Bett. „Er­zähl mir was von Pip­pi Langs­trumpf “, for­der­te sie ih­re Mut­ter auf. Die er­fand spon­tan das Mäd­chen mit den Su­per­kräf­ten. Neu­gie­rig, frech, Au­to­ri­tä­ten igno­rie­rend, ge­ra­de­zu an­ar­chisch – Pip­pi war al­les an­de­re als nor­mal. Mög­li­cher­wei­se wä­re es bei den Er­zähl­stun­den ge­blie­ben, wenn Lind­gren nicht ei­ni­ge Jah­re spä­ter, im Win­ter 1944, selbst hät­te das Bett hü­ten müs­sen. „Was tut man da? Schreibt viel­leicht ein Buch? Ich schrieb Pip­pi Langs­trumpf.“Im No­vem­ber 1945 er­schien „Pip­pi Langs­trumpf “und wur­de zu ei­nem Rie­sen­er­folg. Bis heu­te wur­de das Buch in 77 Spra­chen über­setzt und welt­weit rund 66 Mil­lio­nen Mal ver­kauft.

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