Mil­lio­nen für Na­tur­schutz

Land Die Grü­nen wol­len deut­lich mehr Geld in die Öko­lo­gie ste­cken.

Bietigheimer Zeitung - - Vorderseite - Axel Ha­ber­mehl

Stutt­gart. Die Grü­nen-Land­tags­frak­ti­on will in den nächs­ten vier Jah­ren viel Geld in den Na­tur­schutz ste­cken. Laut ei­nem Frak­ti­ons­pa­pier sol­len 25 Mil­lio­nen Eu­ro zu­sätz­lich im Jahr in die Um­welt­ver­wal­tung flie­ßen. 160 Mil­lio­nen über vier Jah­re will die Frak­ti­on in ein „Hand­lungs­pro­gramm Öko­lo­gie“in­ves­tie­ren. Ge­för­dert wer­den sol­len Pro­jek­te in den Be­rei­chen Na­tur- und Kli­ma­schutz so­wie Res­sour­cen­ef­fi­zi­enz. „Wir le­ben in ei­ner grü­nen In­fra­struk­tur und ha­ben die Pflicht, sie zu er­hal­ten“, sag­te Frak­ti­ons­chef Andre­as Schwarz.

Stutt­gart. In den lau­fen­den Haus­halts­ver­hand­lun­gen der ba­den-würt­tem­ber­gi­schen Lan­des­re­gie­rung po­si­tio­niert sich die Grü­nen-Land­tags­frak­ti­on mit For­de­run­gen nach mil­lio­nen­schwe­ren Aus­ga­ben für den Na­tur­schutz. Für ein „Hand­lungs­pro­gramm Öko­lo­gie“will die größ­te Par­la­ments­frak­ti­on über die kom­men­den vier Jah­re ins­ge­samt 160 Mil­lio­nen Eu­ro aus­ge­ben. Au­ßer­dem sol­le die Um­welt­ver­wal­tung mit zu­sätz­li­chem Per­so­nal ge­stärkt wer­den. Da­für sei­en struk­tu­rell, al­so künf­tig dau­er­haft und jähr­lich, 25 Mil­lio­nen Eu­ro nö­tig.

„Wir le­ben in ei­ner grü­nen In­fra­struk­tur und ha­ben die Pflicht, die­se zu er­hal­ten. Das ist ei­ne öf­fent­li­che Auf­ga­be“, sag­te Frak­ti­ons­chef Andre­as Schwarz im Ge­spräch mit die­ser Zei­tung. „Ge­nau­so wie Stra­ßen oder Ge­bäu­de sa­niert wer­den müs­sen, muss auch die grü­ne In­fra­struk­tur sa­niert wer­den. Das sind wir künf­ti­gen Ge­ne­ra­tio­nen schul­dig.“

Da­her wol­le sei­ne Frak­ti­on bis zum En­de der lau­fen­den Le­gis­la­tur ei­nen „deut­li­chen Schwer­punkt bei der Öko­lo­gie set­zen“. Da­zu ge­hör­ten die Be­rei­che Na­tur­schutz, Kli­ma­schutz und Res­sour­cen­ef­fi­zi­enz. Da­zu se­he die Frak­ti­on ei­nen Mit­tel­be­darf von 80 Mil­lio­nen Eu­ro für 2018 und 2019 so­wie wei­te­re 80 Mil­lio­nen als Ver­pflich­tungs­er­mäch­ti­gung für 2020 und 2021, heißt es in ei­nem Frak­ti­ons­pa­pier.

Der Schwer­punkt der Plä­ne lie­ge in ei­nem So­fort­pro­gramm für fünf Schwer­punkt­re­gio­nen. Un­ter an­de­rem sind In­ves­ti­tio­nen auf der Schwä­bi­schen Alb ge­plant, um die „tra­di­tio­nel­le Kul­tur­land­schaft der Schä­fer und Acker­bau­ern zu be­wah­ren“. Im Rhein­tal ge­he es be­son­ders um den Er­halt von Au­en, Sand­dü­nen, Grün­land, Äckern, Obst- und Wei­de­land. Im Schwarz­wald und im Al­pen­vor­land sei­en bei­spiels­wei­se Schwer­punk­te für die Re­na­tu­rie­rung von Moo­ren vor­ge­se­hen.

„Wir ha­ben öko­lo­gi­sche Schul­den, und zu de­ren Ab­bau müs­sen wir Geld in die Hand neh­men“, sag­te Schwarz. In den Moo­ren et­wa sei viel CO2 ge­spei­chert. Wür­den die­se Land­schaf­ten zer­stört, droh­ten vie­le kli­ma­schäd­li­che Ga­se aus­zu­tre­ten.

Die Um­welt­ver­wal­tung müs­se per­so­nell wie­der stark auf­ge­stockt wer­den. Ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren oder Ar­ten­schutz-Gut­ach­ten et­wa dau­er­ten viel zu lan­ge. „Mit der Ver­wal­tungs­struk­tur­re­form sind vie­le Stel­len ab­ge­baut wor­den. Die müs­sen wir wie­der auf­bau­en“, sag­te Schwarz. „Wir wol­len ei­ne schlag­kräf­ti­ge Um­welt­ver­wal­tung als Part­ner von Wirt­schaft und Bür­gern. Da­für müs­sen wir sie an­ge­mes­sen aus­stat­ten.“

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