Stadt muss mehr für die Kunst­schu­le aus­ge­ben

Kul­tur Der Ge­mein­de­rat be­rät über ei­nen Än­de­rungs­ver­trag nach dem Aus­stieg von Korn­west­heim.

Bietigheimer Zeitung - - BIETIGHEIM-BISSINGEN -

Bie­tig­heim-Bissingen. Ein Trio ist zum Duo ge­wor­den: An­fang des Jah­res hat der Korn­west­hei­mer Ge­mein­de­rat aus Spar­grün­den zum 31. Ju­li den Aus­stieg der Sa­la­man­der­stadt aus dem Ge­mein­schafts­pro­jekt Kunst­schu­le La­by­rinth be­schlos­sen. Da­mit sind nun Lud­wigs­burg und Bie­tig­heim-Bissingen die al­lei­ni­gen Trä­ger der 1988 ge­grün­de­ten in­ter­kom­mu­na­len Ein­rich­tung. Am kom­men­den Di­ens­tag soll der Ge­mein­de­rat im Bie­tig­hei­mer Rat­haus über ei­nen Än­de­rungs- und Er­gän­zungs­ver­trag be­schlie­ßen.

In fi­nan­zi­el­ler Hin­sicht be­deu­tet der Aus­stieg Korn­west­heims, dass des­sen An­teil an den Kos­ten ent­spre­chend der Schü­ler­zahl auf die bei­den ver­blie­be­nen Kom­mu­nen ver­teilt wird. Der Mehr­auf­wand für Bie­tig­heim-Bissingen ist al­ler­dings über­schau­bar und wird von der Stadt­ver­wal­tung auf künf­tig et­wa 5000 Eu­ro pro Jahr ver­an­schlagt.

Blickt man auf das ver­gan­ge­ne Jahr, so fie­len nach Ab­zug der Ein­nah­men rund 244 600 Eu­ro an, wel­che die Kom­mu­nen für die Ein­rich­tung lo­cker mach­ten. Da­von trug Lud­wigs­burg mit ei­ner Schü­ler­zahl von 1210 rund 73 Pro­zent (179 000 Eu­ro), Bie­tig­heim-Bissingen mit 327 Schü­lern 20 Pro­zent (rund 48 000 Eu­ro). Auf Korn­west­heim ent­fie­len 115 Schü­ler und da­mit 7 Pro­zent der Kos­ten (17 000 Eu­ro).

Wäh­rend die Kunst­schu­le in Lud­wigs­burg in der Karls­ka­ser­ne un­ter­ge­bracht ist, wo sie auch ih­ren Sitz hat, wer­den in Bie­tig­heim die Räu­me im Schloss (Ate­lier und Tanz­saal) ge­nutzt. Die Zahl der Schü­ler an Enz und Met­ter be- wegt sich in den letz­ten Jah­ren zwi­schen 200 und 300.

Neu ist in dem Ver­trag zwi­schen Bie­tig­heim-Bissingen und Lud­wigs­burg, dass die Kunst­schu­le künf­tig auch in Ko­ope­ra­ti­on mit Kin­der­ta­ges­stät­ten und Schu­len im Ganz­ta­ges­be­reich tä­tig wer­den kann. Au­ßer­dem ist der Bei­rat der Ein­rich­tung nun voll­kom­men pa­ri­tä­tisch mit Ver­tre­ter aus den bei­den Städ­ten be­setzt. Dem Gre­mi­um ge­hö­ren die Ober­bür­ger­meis­ter der bei­den Städ­te, die Ers­ten Bür­ger­meis­ter, vierVer­tre­ter der Ge­mein­de­rä­te, die Lei­ter der Kul­turäm­ter so­wie mit be­ra­ten­der Stim­me der Lei­ter der Kunst­schu­le an.

Laut der Rats­vor­la­ge hat der Bei­rat der Kunst­schu­le in sei­ner Sit­zung die Än­de­run­gen und Er­gän­zun­gen ein­stim­mig den Gre­mi­en der bei­den Städ­te zum Be­schluss emp­foh­len.

Uwe Mol­len­kopf

Fo­to: Hel­mut Pang­erl

Schü­le­rin­nen der Kunst­schu­le La­by­rinth beim Tan­zen im Bie­tig­hei­mer Schloss.

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