Op­fer ge­zielt aus­ge­sucht

Bietigheimer Zeitung - - Stuttgart -

Op­fer Die Trick­die­be klin­geln oft an der Haus­tür, oh­ne die Be­woh­ner aus­zu­kund­schaf­ten. Tags­über sind meist nur Se­nio­ren zu Hau­se. Wenn jün­ge­re Be­woh­ner auf­ma­chen, er­zäh­len sie ei­ne harm­lo­se Aus­re­de, ver­ab­schie­den sich und zie­hen wei­ter, weiß die Kri­po. Es sei auch schon vor­ge­kom­men, dass die Tä­ter die Op­fer beim Ein­kau­fen oder vor der Apo­the­ke ab­pas­sen und auf dem Heim­weg fol­gen.

Tricks Mal ge­ben die Die­be vor, sie sei­en von den Stadt­wer­ken. Ein an­de­res Mal gau­keln sie den Op­fern ei­nen me­di­zi­ni­schen Not­fall vor. Es ist auch schon vor­ge­kom­men, dass ein Paar frag­te, ob es ein Ba­by wi­ckeln kön­ne. Auch im ak­tu­el­len Fall wur­de ein Kind vor­ge­scho­ben, ver­mut­lich, weil die aus­ge­such­ten Op­fer bei Kin­dern nicht Nein sa­gen kön­nen.

Prä­ven­ti­on Es heißt ge­mein­hin, Prä­ven­ti­on sei nicht mess­bar. Dem wi­der­spricht Joa­chim Zahn, der stell­ver­tre­ten­de Lei­ter des De­zer­nats für Ei­gen­tums­de­lik­te: Sei­ne Kol­le­gen hö­ren im­mer wie­der, dass die Se­nio­ren auf­grund des Prä­ven­ti­ons-Thea­ter­stücks „Hal­lo, Oma!“für die be­trü­ge­ri­schen Ma­schen sen­si­bi­li­siert sind. Das Spiel the­ma­ti­siert die An­ru­fe der Be­trü­ger, die sich als Ver­wand­te in Not aus­ge­ben und Geld for­dern. Es we­cke aber auch das Be­wusst­sein für an­de­re Trick­dieb-Ma­schen, so Zahn. Je mehr Op­fer sich mel­den, des­to bes­se­re Chan­cen hat die Po­li­zei, die Tä­ter zu fas­sen. (ceb)

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