Mo­ther’s Day

Lie­be ist kein Kin­der­spiel

Blu-ray Magazin - - Film - STEF­FEN KUTZNER

OT: Mo­ther’s Day L: US J: 2016 V: Eu­ro­vi­deo B: MPEG-4, 1.85 : 1 T: DTS-HD MA 5.1 R: Gar­ry Mar­shall D: Jen­ni­fer Anis­ton, Ka­te Hud­son, Ju­lia Ro­berts, Ja­son Su­d­ei­kis LZ: 119 min FSK: 0 P: 16 Eu­ro W-Co­ver: k. A. VÖ: 12.01.17 ×1 Ex­tras: 5/10

Um den Mut­ter­tag über­schnei­den sich in At­lan­ta die Leben von vier Men­schen: San­dy (Jen­ni­fer Anis­ton), die ge­schie­den ist, er­fährt, dass ihr Ex­mann (Ti­mo­thy Oly­phant) er­neut ge­hei­ra­tet hat. Nicht nur muss sie die bei­den ge­mein­sa­men Söh­ne künf­tig auch in die Ob­hut der neu­en Stief­mut­ter (Shay Mit­chell) ge­ben – die ist auch noch über­aus jung und ver­sucht pe­ne­trant, San­dy als Freun­din zu ge­win­nen. Zu­fäl­lig trifft sie je­doch auf den fri­schen Wit­wer Brad­ley (Ja­son Su­d­ei­kis), der nicht weiß, wie er al­lein mit den bei­den Töch­tern den ers­ten Mut­ter­tag oh­ne Mut­ter über­ste­hen soll. Jes­se hin­ge­gen (Ka­te Hud­son) hat seit Jah­ren nicht mehr mit ih­rer Mut­ter (Mar­go Martinda­le) ge­spro­chen, nach­dem die­se ver­lang­te, dass sie schnellst­mög­lich ih­ren in­di­schen Freund (Aa­siv Mand­vi) los wer­den und sich ei­nen „Wei­ßen“su­chen sol­le. Als ih­re El­tern zu ei­nem Über­ra­schungs­be­such vor­bei­kom­men, platzt Jes­ses Lü­ge, dass sie ei­nen neu­en Mann hät­te. Und dann ist da noch Kris­tin (Britt Ro­bert­son), die als Kind zur Ad­op­ti­on frei­ge­ge­ben wur­de und jetzt ih­re er­folg­rei­che Mut­ter Mi­ran­da (Ju­lia Ro­berts) auf­sucht. Sie sucht Ant­wor­ten, aber Mi­ran­da lehnt jeg­li­chen Kon­takt ab.

Fei­er­tags­fil­me ha­ben kei­nen gu­ten Ruf

„Mo­ther’s Day“macht ei­nem nichts vor - es geht um Müt­ter. Gu­te und schlech­te Müt­ter, ver­lo­re­ne Müt­ter, dum­me Müt­ter, to­te Müt­ter. Als Zu­schau­er darf man nicht all­zu viel er­war­ten, wenn Fil­me nach be­stimm­ten Ta­gen be­nannt sind: „Va­len­tins­tag“, „Hap­py New Ye­ar“, oder eben „Mo­ther’s Day“. Sol­che Fei­er­tags­fil­me sind meist be­lang­los, seicht oder ein­fach schlecht. Re­gis­seur Gar­ry Mar­shall hat al­le drei ge­nann­ten Fil­me ge­dreht. In den 90er Jah­ren hat­te er mit „Pret­ty Wo­man“und „Die Braut, die sich nicht traut“Pu­bli­kums­er­fol­ge in ei­nem eher schwie­ri­gen Gen­re er­zie­len kön­nen, aber die bon­bon­bun­ten Pla­ti­tü­den, die man Ju­lia Ro­berts und Richard Ge­re noch vor 20 Jah­ren in den Mund le­gen konn­te, will heu­te kein Pu­bli­kum mehr hö­ren, selbst dann nicht, wenn man kein Mut­ter­tags­ge­schenk be­sorgt und die Er­zeu­ge­rin statt­des­sen ins Kino ge­schleift hat, wie es of­fen­sicht­lich das Kal­kül hin­ter „Mo­ther’s Day“war. „Mo­ther’s Day“bleibt ins­ge­samt nur ein Film für Fans seich­ter Ko­mö­di­en – oder für Leu­te, die noch kein Ge­schenk für ih­re Mut­ter ha­ben.

Mi­ran­da (Ju­lia Ro­berts) will kei­nen Kon­takt mit ih­rer Toch­ter

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