Road To Nin­ja – Na­ru­to The Mo­vie

Blu-ray Magazin - - Animation -

Der neun­te Ki­no-Ani­me zur of­fen­bar end­lo­sen Man­ga- und Anime­se­rie „Na­ru­to“(die zwar of­fi­zi­ell ein En­de fand, dann aber doch mit „Bo­ru­to“fort­ge­setzt wur­de) rich­tet sich ganz ein­deu­tig an Fans des Fran­chise, zum Ein­stieg in das aus­ufern­de Nin­ja-Uni­ver­sum ist der knapp zwei­stün­di­ge Film eher un­ge­eig­net. Na­ru­to und Sa­ku­ra fin­den sich hier in ei­ner Par­al­leld­i­men­si­on wie­der, die sie als sol­che erst lang­sam er­ken­nen, da sie sich in ih­rem ge­wohn­ten Hei­mat­dorf wie­der­fin­den. Ih­re Freun­de und Be­kann­ten ver­hal­ten sich al­ler­dings nicht wie ge­wohnt. Der gro­ße Schreck kommt, als Na­ru­to er­kennt, dass sei­ne El­tern in die­ser Welt noch le­ben, wo­hin­ge­gen Sa­ku­ra fest­stel­len muss, dass sie ei­ne Wai­se ist. Schließ­lich starb ihr Va­ter hier an­stel­le von Na­rut­os Va­ter Mi­na­to den Hel­den­tod. Aus der qua­si ver­tausch­ten Si­tua­ti­on der bei­den zieht „Road To Nin­ja“ei­nen Gut­teil sei­nes dra­ma­ti­schen Po­ten­zi­als, denn Na­ru­to hat end­lich die El­tern, nach de­nen er sich so lan­ge sehn­te, wäh­rend Sa­ku­ra die Ein­sam­keit wahr­nimmt, in der Na­ru­to bis­lang leb­te. Der Film gönnt sei­nen Prot­ago­nis­ten die not­wen­di­ge Zeit, um die Er­fah­run­gen wir­ken zu las­sen, im Ver­gleich zu an­de­ren „Na­ru­to“-Fil­men wirkt er rei­fer und emo­tio­na­ler. Doch kei­ne Angst, die üb­li­chen Tur­bu­len­zen und Kon­flik­te gibt es na­tür­lich trotz­dem, schließ­lich müs­sen auch in der Par­al­lel­welt Bö­se­wich­te be­kämpft und Strei­tig­kei­ten bei­ge­legt wer­den. Und selbst­ver­ständ­lich muss ein Weg zu­rück in die „rea­le“Welt ge­fun­den wer­den. „Road To Nin­ja“gilt un­ter Fans als ei­ner der ge­lun­ge­ne­ren un­ter den bis­lang elf Ki­no­aben­teu­ern der Se­rie. Ei­ne Of­fen­ba­rung ist er den­noch nicht, vor al­lem nicht, was die Prä­sen­ta­ti­on an­be­langt. Zeich­nun­gen und Ani­ma­tio­nen kön­nen sich nur sel­ten po­si­tiv vom Ni­veau der TV-Se­rie ab­he­ben, von der op­ti­schen Pracht an­de­rer Ki­no-Ani­mes ist der Film weit ent­fernt. Im­mer­hin sind die Ac­tion­sze­nen nicht übel in­sze­niert, aber das sind sie auch in der Se­rie. Wer von Na­ru­to & Co. trotz­dem nicht ge­nug be­kom­men kann und ein eher ge­fühls­las­ti­ges Aben­teu­er schätzt, der wird an „Road To Nin­ja“sei­ne Freu­de ha­ben.

In ei­ner Par­al­leld­i­men­si­on is ja be­kannt­lich alles an­ders. Man kann sich al­so auf et­was Ab­wechs­lung freu­en

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