Yu-Gi-Oh!

(1. Staf­fel Vol. 1)

Blu-ray Magazin - - Animation - TM

Zu ei­ner Zeit als Ani­me noch zahl­reich im Fern­se­hen lie­fen, er­reich­te 2004 auch „Yu-Gi-Oh!“die deut­schen Wohn­zim­mer und wur­de nicht nur zur Nach­mit­tags­un­ter­hal­tung, son­dern zu ei­ner Le­bens­ein­stel­lung. Das Kar­ten­spiel „Du­el Mons­ters“war von kei­nem Schul­hof mehr weg­zu­den­ken. Tur­nie­re wur­den aus­ge­tra­gen, Strei­tig­kei­ten im Du­ell be­gli­chen - „YuGi-Oh!“wur­de zu ei­nem gro­ßen Phä­no­men, wie es heu­te nur noch ein „Po­ke­mon Go“schaf­fen kann. Der schüch­ter­ne Yugi Mu­to und sein dunk­ler Dop­pel­gän­ger Ya­mi Yugi fas­zi­nie­ren vor al­lem dank ih­rer cle­ve­ren und wen­dungs­rei­chen Spiel­wei­se. Je­de aus­weg­lo­se Si­tua­ti­on wird letzt­end­lich doch ge­meis­tert. In­zwi­schen wir­ken die ach-so­schlau­en Spiel­zü­ge al­ler­dings eher wie Be­trug und hal­ten sich prak­tisch gar nicht an die tat­säch­li­chen Re­geln. Wann im­mer es nö­tig ist, denkt sich Yugi auf dreis­te Art neue Spiel­zü­ge aus, für die er in je­dem Ca­si­no ins Hin­ter­zim­mer ge­schleift wor­den wä­re. Was wirk­lich zählt, sind aber die Ge­schich­ten um Freund­schaft und bös­ar­ti­ge Wi­der­sa­cher. Die ur­sprüng­li­che Man­ga­vor­la­ge, die hier­zu­lan­de im „Ban­zai!“-Ma­ga­zin er­schien, hat üb­ri­gens we­nig mit dem Kar­ten­spiel zu tun. Hier be­zwang Yugi sei­ne Geg­ner in we­sent­lich här­te­ren Prü­fun­gen, die den Ver­lie­rer nicht sel­ten in den Tod oder die Ver­zweif­lung führ­ten. Erst all­mäh­lich rück­ten „Du­el Mons­ters“und Ri­va­le Se­to Kai­ba in den Fo­kus der Ge­schich­ten und wur­den schließ­lich zum Aus­hän­ge­schild der Se­rie. Mit der Blu-ray-Ver­öf­fent­li­chung macht sich das Al­ter der ers­ten Staf­fel lei­der um­so deut­li­cher be­merk­bar. Das 4 : 3 For­mat mit be­schei­de­ner SD-Auf­lö­sung und aus­ge­wa­sche­nen Far­ben regt eher zum Weg­gu­cken an.

Für ei­ne gu­te Por­ti­on Nost­al­gie ist die Se­rie auch heu­te al­le­mal noch gut, und auch wenn sie schwä­chelt, macht sie doch Spaß

Das Bild ist lei­der weit von heu­ti­gen Pro­duk­tio­nen ent­fernt

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