VER­DI:

MES­SA DA RE­QUI­EM

Blu-ray Magazin - - Blunote-café -

Als der Schrift­stel­ler Al­le­san­dro Mon­za­ni 1873 starb, so er­fährt man auf dem Slee­ve der Blu-ray, schaff­te es Ver­di nicht an sei­ner Be­er­di­gung teil­zu­neh­men. Statt­des­sen kom­po­nier­te er „Mes­sa da Re­qui­em“in des­sen An­den­ken. Die­ses mo­nu­men­ta­le Werk wur­de 2013 im Hol­ly­wood Bowl in Los An­ge­les auf­ge­führt, und die­se Auf­füh­rung in hoch­ka­rä­ti­ger Be­set­zung kann man nun in den ei­ge­nen vier Wän­den ge­nie­ßen. Di­ri­gent Gus­ta­vo Du­da­mel, Te­nor Vit­to­rio Gri­go­lo und Bass-Ba­ri­ton Il­de­bran­do D'Ar­can­ge­lo ge­hö­ren zu den Fak­to­ren, die die­se Vor­stel­lung zu et­was Be­son­de­rem ma­chen. Es ist aber das Ge­samt­pa­ket, das wirk­lich zählt, und das be­steht hier aus ganz viel Ele­ganz. An­ge­fan­gen mit dem Ver­an­stal­tungs­ort, der fast wie ei­ne Mu­schel aus Licht im Dun­keln leuch­tet und da­bei die zahl­rei­chen Mu­si­ker der Los An­ge­les Phil­har­mo­nic, der Los An­ge­les Mas­ter Cho­ra­le und die So­lis­ten, da­bei auch Ju­lia­na Di Gi­a­co­mo (So­pran) und Mi­chel­le Dey­oung (Mez­zo­so­pran) wie ei­ne Per­le of­fen­bart. Dann die stil­vol­le Be­klei­dung der Mu­si­ker in je­weils Schwarz und cre­mi­gem Weiß, die Mu­sik selbst, die ab­so­lut auf den Punkt und wun­der­schön prä­sen­tiert wird, bis hin zu den schö­nen Ka­me­ra­schnit­ten, die das Ge­samt­bild auch vi­su­ell sehr at­trak­tiv dar­stel­len. Die Bild­und Ton­wer­te ge­ben hier or­dent­lich et­was her, mit ei­nem schö­nen Schwarz­wert, gu­tem Kon­trast, aber auch klang­li­cher Bril­lanz, die be­son­ders in den Hö­hen wun­der­bar zur Gel­tung kommt. Da­mit klingt der Sound an ge­nau den rich­ti­gen Stel­len schön dra­ma­tisch und bom­bas­tisch. Ab­ge­run­det wird das zau­ber­haf­te Er­leb­nis mit ei­nem ei­nem Book­let und ei­nem Blick hin­ter die Ku­lis­sen im Bo­nus­be­reich.

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