Den Fuß­ball als Trai­ner im Blick – den VfL im Her­zen

Ex-Os­na­brü­cker Fuß­ball­pro­fi Paul Jasch­ke ist Trai­ner in der Lan­des­li­ga in Oy­the – „Als VfLer hält man zu sei­nem Ver­ein“

Bramscher Nachrichten - - SPORT REGIONAL - Von Le­on Schu­ma­cher

OY­THE. Am kom­men­den Sams­tag er­war­tet der SV Bad Ro­then­fel­de in der Lan­des­li­ga We­ser-Ems den VfL Oy­the zum Top­spiel. An der Sei­ten­li­nie der Gäs­te steht mit Paul Jasch­ke ein al­ter Be­kann­ter.

13 Spie­le, 10 Sie­ge, Ta­bel­len­füh­rer – für den VfL Oy­the könn­te es mo­men­tan nicht bes­ser lau­fen. Das Team von Paul Jasch­ke, Ex-Pro­fi beim VfL Os­na­brück, hat zwei­fels­oh­ne ei­nen klas­se Sai­son­start hin­ge­legt. „Die Stim­mung im Team könn­te nicht bes­ser sein. Wir ge­nie­ßen den Platz an der Son­ne, wis­sen je­doch auch, dass wir die­sen ver­tei­di­gen müs­sen“, so Jasch­ke. Der 51 Jah­re al­te Bram­scher trai­niert den VfL Oy­the erst seit die­sem Som­mer, stand zu­vor un­ter an­de­rem beim SV Hol­dorf und dem TuS Em­s­te­ker­feld an der Li­nie. Auf das Top­spiel in Bad Ro­then­fel­de (Ers­ter ge­gen Drit­ter) freue sich nun die gan­ze Mann­schaft. Jasch­ke warnt je­doch vor den Stär­ken der Sa­li­nen­städ­ter. „In Bad Ro­then­fel­de wird her­vor­ra­gen­de Ar­beit ge­leis­tet. Das Team ist er­fah­ren und aus­ge­gli­chen, das wird ein Spiel auf Au­gen­hö­he. Für mich sind sie ei­ne der Mann­schaf­ten, die am Sai­son­en­de um den Auf­stieg kämp­fen wer­den.“

In Oy­the ist die­ser der­weil noch kein The­ma. Nach zu­letzt schwie­ri­gen Lan­des­li­ga­jah­ren freut man sich über die Spit­zen­po­si­ti­on, der Auf­stieg sei je­doch nicht das Haupt­ziel, man will ver­su­chen oben mit­zu­spie­len und die an­de­ren Teams zu är­gern. Ein­zi­ger Wer­muts­trop­fen für Jasch­ke: Toptor­jä­ger Ni­co Emich, der bis­lang 15-mal in die­ser Sai­son ein­net­ze, fehlt ver­letzt bis zum Win­ter.

Jasch­ke selbst war in­des in sei­ner ak­ti­ven Zeit nicht als gro­ßer Tor­jä­ger be­kannt. In 194 Spie­len für den VfL er­ziel­te er 13 To­re. In Os­na­brück An­fang der 80er als An­grei­fer ge­star­tet, wur­de er von Trai­ner An­ton Rud­in­ski spä­ter zum Mann­de­cker um­ge­schult. Noch heu­te sieht der ehe­ma­li­ge Ju­nio­ren-Na­tio­nal­spie­ler sei­ne Zeit bei den Li­la-Wei­ßen als die bes­te sei­ner Kar­rie­re an. „Die Zeit in Os­na­brück war ein­fach klas­se, der Ver­ein ist bis heu­te tief in mei­nem Her­zen ver­wur­zelt.“

Jasch­ke spielt noch ge­le­gent­lich für die Tra­di­ti­ons­mann­schaft der Os­na­brü­cker. Wenn er die Zeit fin­det, geht er auch ger­ne zu Spie­len an die Bre­mer Brü­cke. „Auch wenn der VfL na­tür­lich schon bes­se­re Zei­ten hin­ter sich hat, bin ich mir si­cher, dass der Ver­ein wie­der auf­ste­hen wird. Als VfLer hält man zu sei­nem Ver­ein“, sagt der 51-Jäh­ri­ge.

Foto: Kem­me

Vom Stür­mer zum Mann­de­cker: Paul Jasch­ke im VfL-Tri­kot (Sai­son 86/87, 2. Bun­des­li­ga) in Ober­hau­sen.

Foto: Schi­ko­ra

Heu­te Trai­ner: VfL Oy­the. Paul Jasch­ke,

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