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„Ich ging durch die Höl­le – und le­be jetzt mei­nen Traum!“

Ein smar­ter Boy be­tritt die BRAVO-Re­dak­ti­on: Al­jo­sha drückt sich ge­wählt aus und re­det klar und deut­lich. Al­les ganz ­nor­mal. Doch das war nicht im­mer so: „Als Kind ha­be ich ex­trem ge­stot­tert. Ich konn­te nicht rich­tig spre­chen oder auf ­ein­fachs­te Fra­gen ant­wor­ten. Ein Hor­ror!“, ge­steht der heu­te 26-Jäh­ri­ge. Weil er auch noch der Kleins­te in der Klas­se war, ­wur­de er bru­tal ge­mobbt: „Ich wur­de dumm ge­nannt und aus­ge­grenzt. Nie­mand hat mich auf ei­nen Ge­burts­tag ein­ge­la­den. Ich ha­be mich ein­sam und wert­los ge­fühlt.“Sei­ne Klas­sen­ka­me­ra­den wa­ren grau­sam: „Ich wur­de auf dem Klo ein­ge­sperrt, oder sie ­ha­ben mir ei­nen Beu­tel über den Kopf ge­zo­gen, mich aus der Klas­se ge­zerrt und in ei­nen Müll­ei­mer ge­steckt.“Nur die Mut­ter macht ihm Mut: „Sie hat im­mer ‚Das be­kom­men wir schon hin‘ ge­sagt. Mit acht Jah­ren bin ich dann vier­mal die ­Wo­che zu ei­nem Lo­go­pä­den ge­gan­gen, da­mit das Stot­tern weg­geht.“Sie­ben ­lan­ge Jah­re dau­ert die The­ra­pie, bis er end­lich ge­heilt ist. Mit 15 Jah­ren wech­selt er dann die Schu­le – stot­ter­frei. Auf dem neu­en Gym­na­si­um wird Al­jo­sha nicht mehr ge­mobbt, er hat ein neu­es Selbst­be­wusst­sein. Und nimmt Schau­spiel­un­ter­richt! „Mei­ne Mut­ter war frü­her selbst Schau­spie­le­rin. Ein be­freun­de­ter Schau­spiel­leh­rer hat mir dann die Ba­sics bei­ge­bracht.“Schon kur­ze Zeit spä­ter be­kommt er ers­te Film- und TV-Rol­len. „Am An­fang ha­be ich vor al­lem trau­ri­ge Rol­len be­kom­men: Bei ‚Alarm für Co­bra 11‘ spiel­te ich ei­nen tod­kran­ken Jun­gen, bei ‚SOKO Leip­zig‘ ei­nen Mör­der und bei ‚SOKO Kitz­bü­hel‘ ei­nen Boy mit Sprach­pro­ble­men. Aber das wa­ren tol­le Er­folgs­er­leb­nis­se.“Um sich wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, geht er mit 20 Jah­ren al­lein nach New York auf die re­nom­mier­te Schau­spiel­schu­le The Wil­li­am Esper Stu­dio. „Zum Glück hat­te ich ge­nug Geld durch mei­ne TV-Rol­len ver­dient, sonst hät­te ich mir die ­ho­hen Ge­büh­ren, die Mie­te und das Le­ben dort gar nicht leis­ten kön­nen.“Die In­ves­ti­ti­on lohnt sich: „Ich spie­le Thea­ter, ar­bei­te als ­Syn­chron­spre­cher, wer­de für TVund Film­rol­len ge­bucht. Ge­le­gent­lich ma­che ich auch Wer­bung. Da­von kann ich gut le­ben.“Al­jo­sha ist end­lich glück­lich und hat vie­le Freun­de in New York ge­fun­den. „Al­le mei­ne Kum­pels sind selbst Schau­spie­ler. Wir ver­rei­sen viel, ge­hen ins Ki­no oder Thea­ter oder hän­gen in ei­nem Park ab. ­End­lich kann ich mei­nen Traum le­ben!“An sei­ne ­schwe­re Zeit in der Schu­le muss er trotz sei­nes Er­folgs im­mer wie­der zu­rück­den­ken – und wird da­bei stink­sau­er: „Mob­bing ist falsch! Es gibt kei­nen Grund da­für! Das ist kein Spaß! Vie­le wis­sen gar nicht, was sie da­mit an­rich­ten. Ich wün­sche al­len Be­trof­fe­nen, dass sie den Mut fin­den, dar­über zu spre­chen. Nur so kann ei­nem ge­hol­fen wer­den.“Al­jos­has ­ei­ge­ne Ge­schich­te ist Be­weis da­für! Wenn du wis­sen willst, an wel­chen Pro­jek­ten er ge­ra­de ar­bei­tet, dann check sei­ne FB-Sei­te un­ter www.face­book.com/al­jos­hahor­vat.

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