Er­do­gan für Re­fe­ren­dum

Prä­si­dent geht bei EU-Bei­tritts­ge­sprä­chen auf Dis­tanz

Brettener Nachrichten - - POLITIK -

Istan­bul/Karls­ru­he (BNN/dpa). Der tür­ki­sche Staats­prä­si­dent Re­cep Tay­yip Er­do­gan er­wägt ein Re­fe­ren­dum über die Bei­tritts­ge­sprä­che zur Eu­ro­päi­schen Uni­on und at­ta­ckiert den Wes­ten mit neu­en Fa­schis­mus-Vor­wür­fen. Das Re­fe­ren­dum kön­ne nach der für den 16. April ge­plan­ten Volks­ab­stim­mung über das von ihm fa­vo­ri­sier­te Prä­si­di­al­sys­tem statt­fin­den, sag­te Er­do­gan nach An­ga­ben der staat­li­chen Nach­rich­ten­agen­tur Ana­do­lu auf ei­ner Kon­fe­renz in An­ta­lya. Da­nach könn­te es das Re­fe­ren­dum über die Bei­tritts­ver­hand­lun­gen ge­ben, und „was auch im­mer das Volk ent­schei­det, be­fol­gen wir auch, müs­sen wir be­fol­gen“, sag­te er.

Die in Deutsch­land le­ben­den Tür­ken kön­nen schon ab heute über das Prä­si­di­al­sys­tem ab­stim­men, das Er­do­gan mehr Macht ver­lei­hen wür­de. Rund 1,4 Mil­lio­nen Wahl­be­rech­tig­te in Deutsch­land sind zur Ab­stim­mung auf­ge­ru­fen, die ge­ne­rell in Ge­ne­ral­kon­su­la­ten er­folgt, dar­un­ter in Karls­ru­he.

Das Na­to-Mit­glied Tür­kei ist seit 1999 Kan­di­dat für den EU-Bei­tritt. Kon­kret ver­han­delt wird über die Kon­di­tio­nen seit dem Jahr 2005.

ZIEHT DIE MAS­SEN AN: Der tür­ki­sche Prä­si­dent Er­do­gan ges­tern bei ei­ner Ver­an­stal­tung in Istan­bul. Fo­to: dpa

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