Zahl der Flut­op­fer in Pe­ru steigt

Fast 100 To­te ge­bor­gen / Hun­dert­tau­sen­de ver­lo­ren ihr Zu­hau­se

Brettener Nachrichten - - BLICK IN DIE WELT -

Li­ma (dpa). Nach Un­wet­tern, Erd­rut­schen und Über­schwem­mun­gen ist die Zahl der To­ten in Pe­ru auf an­nä­hernd 100 ge­stie­gen, rund 750 000 Men­schen sind von der Ka­ta­stro­phe be­trof­fen. Das teil­te das na­tio­na­le Ka­ta­stro­phen­zen­trum mit. Dem­nach wer­den der­zeit noch 20 Men­schen ver­misst, zu­dem ge­be es hun­der­te Ver­letz­te. Ins­ge­samt sei­en 30 000 Häu­ser zer­stört und 160 000 wei­te­re be­schä­digt wor­den.

Es wird wei­ter mit Re­gen ge­rech­net, nach­dem in den ver­gan­ge­nen Ta­gen in Pe­ru Re­kord­wer­te ge­mes­sen wor­den sind. Al­ler­dings gibt es An­zei­chen, dass sich die Wet­ter­ex­tre­me im Pa­zi­fik vor der Küs­te Pe­rus ab­schwä­chen könn­ten, die Was­ser­tem­pe­ra­tur sinkt. Das Kli­ma­phä­no­men ei­nes „Küs­ten-El-Ni­ño“bringt seit Wo­chen anor­ma­le Ent­wick­lun­gen mit sich. Das Pa­zi­fik­was­ser vor der Küs­te war um rund 5,5 Grad wär­mer als üb­lich – die Ver­duns­tun­gen er­zeug­ten Wol­ken, aus de­nen an den An­den Tro­pen­re­gen nie­der­ging.

Aus der gan­zen Welt, vor al­lem aus süd­ame­ri­ka­ni­schen Nach­bar­län­dern, wur­den Hun­der­te Ton­nen Hilfs­gü­ter ge­schickt, vor al­lem De­cken, Zel­te und Le­bens­mit­tel­pa­ke­te. Auch die deut­sche Re­gie­rung si­cher­te Hil­fe zu. „Im­mer wie­der wird deut­lich, wel­che gro­ßen Aus­wir­kun­gen der Kli­ma­wan­del schon jetzt auf die Men­schen ha­ben kann“, sag­te Bär­bel Kof­ler, Men­schen­rechts­be­auf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung.

NOT­LÖ­SUNG: Ein klei­ner Jun­ge wird in ei­nem Zelt­la­ger für Op­fer der pe­rua­ni­schen Un­wet­ter­ka­ta­stro­phe mit kal­tem Was­ser aus ei­ner Schüs­sel ge­duscht. Fo­to: dpa

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