Trumps Nah­ost-Rei­se von Af­fä­re über­schat­tet

„Son­der­er­mitt­ler ist schäd­lich für un­ser Land“

Brettener Nachrichten - - POLITIK -

Wa­shing­ton (AFP). Die Ein­set­zung ei­nes un­ab­hän­gi­gen Son­der­er­mitt­lers zur Russ­land-Af­fä­re ist nach den Wor­ten von US-Prä­si­dent Do­nald Trump schäd­lich für sein Land. „Ich den­ke, es spal­tet das Land“, kom­men­tier­te Trump die Ent­schei­dung des Jus­tiz­mi­nis­te­ri­ums. Der US-Prä­si­dent brach ges­tern zu ei­ner Rei­se in den Na­hen Os­ten und nach Eu­ro­pa auf, die von den Skan­da­len um die mög­li­chen il­le­ga­len Russ­land-Kon­tak­te sei­nes Wahl­kampf­teams und sei­nen Raus­wurf von FBI-Chef Ja­mes Co­mey über­schat­tet wur­de. Trump be­zeich­ne­te sich im Kurz­bot­schaf­ten­dienst Twit­ter als Op­fer der „größ­ten He­xen­jagd auf ei­nen Po­li­ti­ker in der USGe­schich­te“. Spä­ter leg­te er in ei­ner Pres­se- kon­fe­renz mit dem ko­lum­bia­ni­schen Prä­si­den­ten Juan Ma­nu­el San­tos im Wei­ßen Haus nach. We­gen der Russ­land-Ver­däch­ti­gun­gen „ha­ben wir ein sehr ge­spal­te­nes Land“, sag­te er. Der US-Prä­si­dent füg­te hin­zu, zwar re­spek­tie­re er die Ent­schei­dung von Vi­ze­jus­tiz­mi­nis­ter Rod Ro­sen­stein, ei­nen Son­der­mitt­ler ein­zu­set­zen. Doch sei die gan­ze An­ge­le­gen­heit „ei­ne He­xen­jagd“. Es ge­be kei­ne Ab­spra­chen zwi­schen sei­ner Wahl­kam­pa­gne oder ihm selbst und Mos­kau. Die Vor­wür­fe sei­en „to­tal lä­cher­lich“. Im Kon­gress wur­de die Er­nen­nung des frü­he­ren FBI-Di­rek­tors Ro­bert Mu­el­ler zum Son­der­er­mitt­ler hin­ge­gen par­tei­über­grei­fend be­grüßt. Der Pos­ten ist mit um­fas­sen­den Voll­mach­ten aus­ge­stat­tet und vor po­li­ti­scher Ein­fluss­nah­me ge­schützt. Mit Mu­el­lers Er­nen­nung trug Ro­sen­stein den seit der Ent­las­sung Co­meys in der ver­gan­ge­nen Wo­che stark ge­wach­se­nen Sor­gen Rech­nung, dass die Russ­land-Er­mitt­lun­gen durch po­li­ti­schen Druck aus­ge­bremst wer­den könn­ten. Trump be­stritt in der Pres­se­kon­fe­renz auch, dass er ver­sucht ha­be, Co­mey zur Ein­stel­lung der Er­mitt­lun­gen ge­gen den zu­rück­ge­tre­te­nen Na­tio­na­len Si­cher­heits­be­ra­ter Micha­el Flynn zu be­we­gen.

Ka­ri­ka­tur: Ben­gen

WEHRT SICH: US-Prä­si­dent Trump spricht von He­xen­jagd. Fo­to: dpa

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