Hin­wei­se auf Netz­werk

Brettener Nachrichten - - POLITIK -

Ber­lin (dpa). Der ter­ror­ver­däch­ti­ge Ober­leut­nant Fran­co A. und sein mut­maß­li­cher Kom­pli­ze Ma­xi­mi­li­an T. hat­ten mög­li­cher­wei­se bei­de Kon­takt zu ei­nem Stu­den­ten der Bun­des­wehr-Uni in Mün­chen, der dem Mi­li­tä­ri­schen Ab­schirm­dienst (MAD) schon frü­her we­gen rech­ter Um­trie­be auf­ge­fal­len war. Wie aus Par­la­ments­krei­sen ver­lau­te­te, soll sich die­ser Stu­dent am Bun­des­wehr-Stand­ort Muns­ter auf­ge­hal­ten ha­ben, als dort im ver­gan­ge­nen Fe­bru­ar ei­ne P-8-Pis­to­le, zwei G-36-Sturm­ge­weh­re, zwei Funk­ge­rä­te und 60 Schuss Mu­ni­ti­on aus ei­nem Pan­zer ge­stoh­len wur­den. Den An­ga­ben zu­fol­ge geht der MAD Hin­wei­sen auf ein Te­le­fo­nat zwi­schen ihm und Fran­co A. nach. Zu Ma­xi­mi­li­an T. soll der Stu­dent über ein so­zia­les Netz­werk Kon­takt ge­habt ha­ben.

Ins­ge­samt hat der MAD dem­nach elf Bun­des­wehr-An­ge­hö­ri­ge im Vi­sier, von de­nen ei­ni­ge Kon­tak­te zur rechts­ex­tre­men Iden­ti­tä­ren Be­we­gung (IB) und an­de­re zur Bur­schen­schaft Da­nu­bia ha­ben sol­len. Im Ver­fas­sungs­schutz­be­richt Bay­erns von 2015 wird die­se Bur­schen­schaft we­gen Ver­bin­dun­gen zur rechts­ex­tre­men Sze­ne er­wähnt. Die Nach­for­schun­gen des MAD zu al­len elf Sol­da­ten hat­ten be­reits vor der Fest­nah­me von Fran­co A. be­gon­nen.

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