Schwe­re Kost von Ver­si­che­run­gen

Brettener Nachrichten - - WIRTSCHAFT -

(dpa). Schwe­re Kost für Ver­si­che­rungs­kun­den: Nach­dem die ers­ten Un­ter­neh­men ih­re Be­rich­te zur Fi­nanz­la­ge und Kri­sen­fes­tig­keit vor­ge­legt ha­ben, se­hen Ver­brau­cher­schüt­zer in den Ver­öf­fent­li­chun­gen bis­her re­la­tiv we­nig Ge­winn für Kun­den. „Der di­rek­te Nut­zen ist nicht sehr groß“, sag­te ges­tern Ver­si­che­rungs­ex­per­te Pe­ter Grieb­le von der Ver­brau­cher­zen­tra­le Ba­den-Würt­tem­berg. Eu­ro­pas Ver­si­che­rer müs­sen die Öf­fent­lich­keit erst­mals dar­über in­for- mie­ren, ob sie Ex­tre­mer­eig­nis­sen wie mas­si­ven Kur­stur­bu­len­zen an den Ka­pi­tal­märk­ten oder dra­ma­ti­schen Na­tur­ka­ta­stro­phen ge­wach­sen sind. Bis spä­tes­tens zum 22. Mai müs­sen die so­ge­nann­ten Sol­venz­be­rich­te im In­ter­net ver­öf­fent­licht wer­den.

Die HUK-Co­burg leg­te be­reits für je­de ih­rer Töch­ter mehr als 100 Sei­ten vor. Ähn­lich um­fas­send war das Werk der Er­go Le­ben. Die LVM Le­bens­ver­si­che­rungs-AG kam mit 61 Sei­ten aus.

Die Ver­öf­fent­li­chun­gen sol­len vor al­lem Auf­sichts­be­hör­den, Mak­lern, Ak­tio­nä­ren und Ver­brau­chern ei­nen bes­se­ren Ein­blick in die Fi­nanz­la­ge und die Wi­der­stands­kraft der Un­ter­neh­men ge­ben.

„Selbst wenn ich mich als Ver­brau­cher in­ter­es­sie­re, müss­te ich für ei­nen Ver­gleich meh­re­re Be­rich­te le­sen“, mein­te Grieb­le.

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