Ner­ven­kit­zel vor al­lem im Ta­bel­len­kel­ler

Zwei­te Li­ga vor den fi­na­len Ent­schei­dun­gen

Brettener Nachrichten - - SPORT -

Stutt­gart (sid). Hoch­span­nung an der Spit­ze, Dra­ma­tik am Ta­bel­len­en­de: In Sa­chen Ner­ven­kit­zel ist das Zweit­li­ga­Fi­na­le am Sonn­tag (15.30 Uhr) ab­so­lut erst­klas­sig. Nur der Ta­bel­len­letz­te Karls­ru­her SC steht ja als Ab­stei­ger de­fi­ni­tiv fest, die üb­ri­gen fünf Ent­schei­dun­gen fal­len am 34. und letz­ten Spiel­tag. Fast si­che­rer Be­glei­ter der Ba­de­ner in die Drit­te Li­ga schei­nen die Würz­bur­ger Ki­ckers zu sein. Denn die Fran­ken brau­chen ei­nen Sieg beim Ta­bel­len­füh­rer VfB Stutt­gart – und Aus­rut­scher der Ab­stiegs­kon­kur­ren­ten 1860 Mün­chen (in Hei­den­heim) so­wie Ar­mi­nia Bie­le­feld (in Dres­den).

„Ich war im­mer ein Kämp­fer, auf­ge­ben gibt es bei mir nicht“, sagt Ki­ckers- Coach Bernd Hol­ler- bach, lang­jäh­ri­ger Bun­des­li­ga-Pro­fi. Den Schwa­ben hin­ge­gen reicht so­gar ein Punkt zur so­for­ti­gen Bun­des­li­ga-Rück­kehr, im Fal­le ei­ner Nie­der­la­ge müss­te Ein­tracht Braun­schweig als Drit­ter zehn To­re auf­ho­len, um den VfB noch in die Re­le­ga­ti­on zu schi­cken. Auch die Deut­sche Fuß­ball Li­ga (DFL) hat sich be­reits fest­ge­legt und die „klei­ne Meis­ter­scha­le“an den Neckar trans­por­tie­ren las­sen. „Es kann ein be­son­de­rer Nach­mit­tag wer­den. Kei­ner denkt, dass es am Sonn­tag ein­fach wird“, sag­te VfB-Trai­ner Han­nes Wolf. Kaum schlech­ter ist die Aus­gangs­po­si­ti­on für Han­no­ver 96, auch den Nie­der­sach­sen ge­nügt ein Re­mis. Leicht aber will es der SV Sand­hau­sen den Gäs­ten nicht ma­chen, Coach Ken­an Ko­cak ga­ran­tiert den vol­len Ein­satz sei­ner Schütz­lin­ge: „Ich kann ver­spre­chen, dass wir nichts her­schen­ken wer­den.“

Ein­tracht Braun­schweig rech­net kaum mehr da­mit, noch auf Platz zwei zu sprin­gen. „Theo­re­tisch gibt es noch Chan­cen. Ge­ra­de am letz­ten Spiel­tag pas­sie­ren im­mer auch mal kuriose Din­ge“, mein­te aber Ein­tracht-Coach Tors­ten Lie­ber­knecht vor der Par­tie ge­gen den KSC. Rei­chen für den di­rek­ten Auf­stieg wür­den bei­spiels­wei­se ein ei­ge­ner 4:0-Sieg und ei­ne 0:2-Nie­der­la­ge von Han­no­ver.

Ähn­lich pre­kär wie bei Würz­burg ist die La­ge im Ab­stiegs­kampf bei 1860 Mün­chen. Die Lö­wen müs­sen beim 1. FC Hei­den­heim zwin­gend punk­ten, um die Chan­ce auf die Re­le­ga­ti­on zu wah­ren. Noch nie dritt­klas­sig war der 1. FC Kai­sers­lau­tern. Ein Di­rekt­ab­stieg ist nicht mehr mög­lich, aber nur mit ei­nem Heim­sieg ge­gen den 1. FC Nürn­berg ent­gin­ge man auch si­cher der Re­le­ga­ti­on. Ganz ein­fach könn­te die Ret­tung von Fortu­na Düs­sel­dorf und Erz­ge­bir­ge Aue funk­tio­nie­ren. Man müss­te sich im di­rek­ten Du­ell nur auf ein Un­ent­schie­den ei­ni­gen.

RAUF GEHT’S ziem­lich si­cher für den VfB und Trai­ner Han­nes Wolf. Fo­to: dpa

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