Ge­setz­ent­wurf stößt auf Skep­sis

Brettener Nachrichten - - POLITIK -

Ber­lin (dpa). Ein Ge­setz­ent­wurf von Bun­des­jus­tiz­mi­nis­ter Hei­ko Maas (SPD) zur Be­kämp­fung von Hass­kom­men­ta­ren und Ver­leum­dung im Netz ist bei ei­ner Ex­per­ten­an­hö­rung im Bun­des­tag fast durch­gän­gig kri­tisch be­wer­tet wor­den. Nicht nur Ver­tre­ter der Di­gi­tal-Wirt­schaft be­män­gel­ten das ge­plan­te Netz­werk­durch­set­zungs­ge­setz, son­dern auch Rechts­wis­sen- schaft­ler und Or­ga­ni­sa­tio­nen wie Re­por­ter oh­ne Gren­zen. Et­li­che Ex­per­ten be­fürch­te­ten, dass Netz­wer­ke wie Face­book sich durch das Ge­setz ge­drängt se­hen, im Zwei­fels­fall auch nicht straf­ba­re Kom­men­ta­re zu lö­schen, um auf der si­che­ren Sei­te zu sein. „Im Be­wusst­sein, sich der Ge­fahr ho­her Straf­zah­lun­gen aus­zu­set­zen, wer­den die Netz­wer­ke da­zu nei­gen, im Zwei­fel Lö­schun­gen vor­zu­neh­men“, kri­ti­sier­te Bernd Holz­na­gel, Di­rek­tor des In­sti­tuts für In­for­ma­ti­ons-, Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­und Medienrecht in Münster. Der Ge­set­zes­ent­wurf sieht Stra­fen von bis zu 50 Mil­lio­nen Eu­ro vor.

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