„Ge­bühr ver­meid­bar“

Brettener Nachrichten - - WIRTSCHAFT -

Bonn (AFP). Das Bun­des­kar­tell­amt hält ei­ne ge­setz­li­che Be­gren­zung der Ge­büh­ren fürs Geld­ab­he­ben an frem­den Bank­au­to­ma­ten der­zeit nicht für „ziel­füh­rend“. Für die meis­ten Ver­brau­cher sei es heu­te mög­lich, ho­he Ge­büh­ren beim Geld­ab­he­ben zu ver­mei­den, er­klär­te Be­hör­den­chef Andre­as Mundt ges­tern zur Be­grün­dung.

Sie könn­ten „ent­we­der zur ei­ge­nen Bank ge­hen, auf die be­ste­hen­den Ver­bund­sys­te­me zu­rück­grei­fen, ei­nen an­de­ren, preis­güns­ti­ge­ren Au­to­ma­ten be­nut­zen, sich bei Tank­stel­len oder im Han­del mit Bar­geld ver­sor­gen oder auch ei­ne Kre­dit­kar­te zum Ab­he­ben ver­wen­den“, so Mundt.

Kar­tell­amt äu­ßert sich zu Geld­au­to­ma­ten

Bei ei­ner staat­li­chen Re­gu­lie­rung der Ab­he­be­ge­büh­ren könn­ten et­wa zu nied­rig an­ge­setz­te Höchst­gren­zen da­zu füh­ren, dass an be­stimm­ten Stand­or­ten gar kei­ne Au­to­ma­ten mehr un­ter­hal­ten wür­den, gab Mundt zu be­den­ken. In Ein­zel­fäl­len be­hal­te sich die Be­hör­de aber vor, Preis­miss­brauchs­ver­fah­ren ein­zu­lei­ten – et­wa bei be­son­ders ho­hen Fremd­ab­he­be­ge­büh­ren an Geld­au­to­ma­ten, für die es weit und breit kei­ne Al­ter­na­ti­ve gibt.

Die Kre­dit­wirt­schaft hat­te sich nach mas­si­ver öf­fent­li­cher Kri­tik an ho­hen Ab­he­be­ge­büh­ren im Jahr 2010 dar­auf ge­ei­nigt, Ver­brau­chern beim Ab­he­ben an den Geld­au­to­ma­ten frem­der In­sti­tu­te oder Fi­nanz­grup­pen künf­tig die Hö­he der an­fal­len­den Ge­büh­ren di­rekt an­zu­zei­gen. Dies wur­de wie be­rich­tet 2011 ein­ge­führt.

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