Blut­bad in der Dis­co

Un­be­kann­ter feu­ert auf Be­su­cher ei­nes Mu­sik­clubs in Ohio

Bruchsaler Rundschau - - BLICK IN DIE WELT -

Cincinnati/Las Ve­gas (AFP/dpa). Töd­li­che Schie­ße­rei­en in zwei Städ­ten ha­ben die Men­schen in den USA ver­schreckt. In bei­den Fäl­len wa­ren zu­nächst ter­ro­ris­ti­sche An­schlä­ge be­fürch­tet wor­den, nach vor­läu­fi­gen Er­mitt­lun­gen ga­ben die Be­hör­den je­doch Ent­war­nung.

Nach töd­li­chen Schüs­sen in ei­ner Dis­co­thek in Cincinnati im US-Staat Ohio fahn­de­te die Po­li­zei ges­tern noch nach dem Tä­ter. Der Un­be­kann­te hat­te in der Nacht das Feu­er auf Gäs­te in dem Lo­kal er­öff­net und ei­nen Mann ge­tö­tet. 14 wei­te­re Men­schen sei­en ver­letzt wor­den, teil­te die Po­li­zei auf Twit­ter mit, ei­ni­ge schweb­ten noch in Le­bens­ge­fahr. Dem Sen­der WLWT zu­fol­ge glau­ben die Er­mitt­ler, dass den Schüs­sen ein Streit zwi­schen meh­re­ren Per­so­nen vor­aus­ging. Be­reits zu­vor hat­ten Po­li­zei­ver­tre­ter be­tont, es ge­be kei­ne Hin­wei­se auf ei­nen ter­ro­ris­ti­schen Hin­ter­grund. Zu­nächst war nicht aus­ge­schlos­sen wor­den, dass es meh­re­re Schüt­zen ge­ge­ben ha­ben könn­te, aber Schil­de­run­gen von Au­gen­zeu­gen deu­te­ten dann auf ei­nen Ein­zel­tä­ter hin. Die Schüs­se im Ca­meo Night Club fie­len nach Me­dien­be­rich­ten kurz nach zwei Uhr nachts. Wie es wei­ter hieß, war das Lo­kal vol­ler Men­schen, ein Po­li­zei­ver­tre­ter sprach von „Hun­der­ten“. Vie­le sei­en in pa­ni­scher Angst ins Freie ge­stürzt.

Dem Sen­der CNN zu­fol­ge ste­hen die Sams­ta­g­näch­te in dem Club un­ter dem Mot­to „Er­wach­sen und Se­xy“. Nur Gäs­te ab 21 Jah­ren sei­en zu­ge­las­sen, sonst lie­ge die Gren­ze bei 18 Jah­ren. Im Club ha­be es be­reits in der Ver­gan­gen­heit ge­walt­tä­ti­ge Zwi­schen­fäl­le ge­ge­ben, aber nicht in ei­nem der­ar­ti­gen Aus­maß.

Tags zu­vor hat­te in Las Ve­gas ein of­fen­bar psy­chisch ge­stör­ter Mann in ei­nem Bus ei­nen Men­schen er­schos­sen und ei­nen wei­te­ren ver­letzt. Nach An­ga­ben der Po­li­zei ver­schanz­te sich der et­wa 50-jäh­ri­ge Schütze an­schlie­ßend für meh­re­re St­un­den in dem Bus, be­vor er schließ­lich auf­gab. Ter­ro­ris­ti­sche Mo­ti­ve schloss die Po­li­zei aus.

Der Dop­pel­de­cker­bus fuhr ört­li­chen Me­dien­be­rich­ten ge­ra­de über den be­rühm­ten „Strip“von Las Ve­gas, als der Mann im obe­ren Deck plötz­lich ei­ne Waf­fe zog und wahl­los um sich feu­er­te. An­schlie­ßend ver­schanz­te er sich in dem Bus. Die Po­li­zei rie­gel­te ei­nen Teil des Bou­le­vards ab und rief al­le Be­woh­ner auf, das Vier­tel zu mei­den. Über Laut­spre­cher nahm sie dann Kon­takt zu dem Schüt­zen auf, der sich schließ­lich zur Auf­ga­be über­re­den ließ.

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