Der Auf­stei­ger ist ge­bür­ti­ger Karls­ru­her

Zwei Mi­che­lin-Ster­ne für Koch Bo­ris Rom­mel

Bruchsaler Rundschau - - SÜDWESTECHO - Von un­se­rem Re­dak­ti­ons­mit­glied Bernd Kam­leit­ner

Karls­ru­he/Pots­dam. Ba­den-Würt­tem­berg hat sei­nen Ruf als „Ster­ne“-Land er­neut ver­tei­digt. Von den ins­ge­samt 300 Ster­nen des Gour­met­füh­rers Gui­de Mi­che­lin fun­keln 74 im Süd­wes­ten – so vie­le wie in kei­nem an­de­ren Bun­des­land. In der Re­gi­on sind es frei­lich nur noch neun, doch nach dem Aus­schei­den von Spit­zen­koch Paul Strad­ner zur Jah­res­mit­te in Ba­den-Ba­den (er wech­sel­te in ein Zwei-Ster­neRe­stau­rant im El­sass) kam das nicht über­ra­schend: Das im ver­gan­ge­nen Jahr noch mit zwei Ster­nen de­ko­rier­te Fein­schmeck­er­re­stau­rant in Bren­ners Park­ho­tel hat seit­her sei­ne Pfor­ten ge­schlos­sen und soll im Früh­jahr neu er­öff­nen. Da­für ist ein ge­bür­ti­ger Karls­ru­her der Auf­stei­ger nicht nur im Süd­wes­ten: Kü­chen­chef Bo­ris Rom­mel hol­te sich mit dem Team vom Re­stau­rant „Le Cerf“im Wald- und Schloss­ho­tel Fried­richs­ru­he in Zweif­lin­gen bei Öh­rin­gen (Ho­hen­lo­he­kreis) den zwei­ten Stern.

Rom­mel, Jahr­gang 1984, lern­te un­ter an­de­rem im „Erb­prinz“in Ett­lin­gen so­wie im „Ba­reiss“in Bai­ers­bronn und war als Sous­chef auch zwei Jah­re in der Vil­la Ham­mer­schmie­de in Pfinz­tal-Söl­lin­gen tä­tig, als de­ren Gour­met­re­stau­rant noch mit ei­nem Stern de­ko­riert war. Mit den vier neu­en Zwei-Ster­ne-Re­stau­rants stieg de­ren Zahl in Deutsch­land auf 39. Neu da­zu ge­hö­ren „Kei­lings Re­stau­rant“im nie­der­säch­si­schen Bad Bent­heim, „Schwar­zen­stein – Nils Hen­kel“in Gei­sen­heim im Rhein­gau so­wie das „Cour­tier“in Wan­gels (Schles­wig-Hol­stein).

Ei­nen Zu­wachs gab es auch bei den ab­so­lu­ten Top-Adres­sen: Das Re­stau­rant „Ate­lier“in Mün­chen un­ter der Lei­tung von Kü­chen­chef Jan Hart­wig er­hält von den Tes­tern des Gui­de Mi­che­lin erst­mals die höchs­te Aus­zeich­nung von drei Ster­nen. Welt­weit gibt es nur et­wa 100 Adres­sen, die die­ses Prä­di­kat für Koch­kunst auf höchs­tem Ni­veau tra­gen. In Deutsch­land sind es jetzt elf. Nach wie vor zwei Drei-Ster­ne-Häu­ser gibt es in Bai­ers­bronn. Nach der Tren­nung von Kü­chen­chef Ha­rald Wohl­fahrt, der als Deutsch­lands bes­ter Koch 25 Jah­re un­un­ter­bro­chen mit drei Ster­nen de­ko­riert war, konn­te sein Nach­fol­ger Tors­ten Mi­chel in der „Schwarz­wald­stu­be“im Ho­tel Trau­be in Bai­ers­bron­nTon­bach die höchs­te Aus­zeich­nung ver­tei­di­gen. „Die Qua­li­tät und das Ni­veau sind un­ver­än­dert sehr hoch“, sag­te der Chef des in Karls­ru­he an­säs­si­gen Gui­de Mi­che­lin, Ralf Flin­ken­flü­gel. Der Chef­tes­ter ist selbst ein ge­lern­ter Koch. Claus-Pe­ter Lumpp konn­te zu­dem im Ho­tel „Ba­reiss“sei­ne drei Ster­ne ver­tei­di­gen und Jörg Sack­mann kann sich im „Schloss­berg“in Bai­ers­bronn-Schwar­zen­berg wei­ter­hin über zwei Ster­ne freu­en.

Un­ter den EinS­ter­ne-Kö­chen in der Re­gi­on bleibt al­les wie es war. Gut­bert Fal­lert von der „Tal­müh­le“in Sas­bach­wal­den nimmt in die­ser Klas­se ei­ne her­aus­ra­gen­de Po­si­ti­on ein: Ihm wur­de der be­gehr­te Stern be­reits zum 41. Mal in

Wohl­fahrt-Nach­fol­ger Mi­chel holt auch drei Ster­ne

KÜ­CHEN­CHEF Bo­ris Rom­mel be­kam den zwei­ten Mi­che­lin-Stern. Fo­to: Frei

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.