„Brau­chen ei­nen lan­gen Atem“

Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin sieht kein En­de des Af­gha­nis­tan-Ein­sat­zes

Bruchsaler Rundschau - - ERSTE SEITE -

Ma­sar-i-Scha­rif (AFP). Für Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Ur­su­la von der Ley­en (CDU) ist ein En­de des deut­schen Ein­sat­zes in Af­gha­nis­tan auch nach 16 Jah­ren noch nicht in Sicht. „Wir brau­chen Ge­duld und ei­nen lan­gen Atem“, for­der­te von der Ley­en am Sonn­tag bei ei­nem Trup­pen­be­such in Ma­sar-i-Scha­rif. Der mög­li­che Ab­zug der Bun­des­wehr­sol­da­ten rich­te sich nicht nach ei­nem „Zeit­plan, der stur ab­ge­ar­bei­tet wird“, son­dern nach der Si­cher­heits­la­ge im Land.

„Noch ist Af­gha­nis­tan nicht in der La­ge, al­lei­ne die Si­cher­heits­ver­ant­wor­tung zu über­neh­men“, sag­te die Mi­nis­te­rin. Sie be­grüß­te es, dass der Bun­des­tag der Ent­sen­dung von mehr Bun­des­wehr­sol­da­ten nach Af­gha­nis­tan zu­ge­stimmt hat. „Wir konn­ten bis­lang nur et­wa die Hälf­te der Auf­trä­ge aus­üben, weil Schutz­per­so­nal fehl­te“, sag­te von der Ley­en. Zugleich for­der­te sie mehr Geld für die Bun­des­wehr. „Wir wer­den Jahr für Jahr um die not­wen­di­gen Mit­tel ver­han­deln müs­sen.“

AB­ZUG DER TRUP­PEN NICHT IN SICHT: Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Ur­su­la von der Ley­en be­such­te Bun­des­wehr­sol­da­ten im af­gha­ni­schen Ma­sar-i-Scha­rif. Fo­to: AFP

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