Haas schlägt sich selbst

Bruchsaler Rundschau - - BENNI / ROMAN -

Mel­bourne (dpa). Der ame­ri­ka­ni­sche Traum platz­te vor­erst mit zwei Renn­wa­gen am Stre­cken­rand. So nah war das US-Team Haas an ei­ner Über­ra­schung. So ent­täuscht wa­ren die Fah­rer und Ver­ant­wort­li­chen nach dem Gro­ßen Preis von Aus­tra­li­en. „Herz­zer­rei­ßend“, kom­men­tier­te das Team den Aus­fall von Ke­vin Magnus­sen nach 22 Run­den. Der Dä­ne lag da auf Platz vier. „De­sas­ter“, hieß es nach dem Aus von Ro­main Gros­jean (Fo­to: AFP) spä­ter. Er schaff­te nur 24 Run­den. Bei­de Ma­le zer­stör­ten ei­ge­ne Feh­ler die Hoff­nun­gen auf das mit Ab­stand bes­te Er­geb­nis des Renn­stalls, der erst sei­ne drit­te Sai­son in der For­mel 1 be­strei­tet. Bei­de Ma­le patz­te die Cr­ew bei den Rei­fen­wech­seln. Zur Stra­fe ne­ben dem sport­li­chen K.o. ka­men auch noch je­weils 5 000 Eu­ro hin­zu. „Wir kom­men stär­ker zu­rück“, kün­dig­te Gros­jean aber be­reits an. Das, was Haas in Aus­tra­li­en zeig­te, war bis zu den pein­li­chen Pat­zern, be­ein­dru­ckend. Aber auch nicht über­ra­schend. Seit das Team in die For­mel 1 ein­ge­stie­gen ist, wird es von Fer­ra­ri un­ter­stützt. Be­kommt un­ter an­de­rem den Mo­tor und das Ge­trie­be aus Ita­li­en.

2016 im ers­ten Jahr von Haas in der For­mel 1 schaff­te es das Team auf den ach­ten Rang in der Kon­struk­teur­wer­tung. 2017 eben­falls. Bei den dies­jäh­ri­gen Test­fahr­ten deu­te­te sich schon an, dass Haas das Mit­tel­feld durch­ein­an­der­wir­beln und Teams wie Re­nault beim Kampf „best of the rest“hin­ter Mer­ce­des, Fer­ra­ri und Red Bull ge­fähr­lich wer­den könn­te. Das be­stä­tig­te Haas zum Auf­takt der Sai­son. Si­cher auch zur Freu­de der ame­ri­ka­ni­schen For­mel1-Be­sit­zer, die mit der Mo­tor­sport-Kö­nigs­klas­se wo­mög­lich schon im nächs­ten Jahr ne­ben Aus­tin auch noch in Mia­mi Sta­ti­on ma­chen könn­ten.

Der US-Markt ist seit je­her für die For­mel 1 ein schwie­ri­ges Ge­biet. „Es könn­ten vier, fünf oder sechs Jah­re sein, in de­nen wir den Sport ken­nen­ler­nen und wie man ein Au­to baut“, hat­te Te­am­grün­der und -Be­sit­zer Ge­ne Haas, bis da­hin in der Nas­car mit sei­nem Team er­folg­reich, vor dem Ein­stieg in die For­mel 1 ge­sagt.

Ro­main Gros­jean

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