Fall Ur­su­la Herr­mann wird neu auf­ge­rollt

Jus­tiz Jetzt un­ter­sucht ein Zi­vil­ge­richt die Ent­füh­rung aus dem Jahr 1981

Buchloer Zeitung - - Vorderseite - VON HOL­GER SABINSKY WOLF

Augsburg Ei­ner der spek­ta­ku­lärs­ten Kri­mi­nal­fäl­le in Deutsch­land, die Ent­füh­rung und der Tod der klei­nen Ur­su­la Herr­mann am Am­mer­see, wird in ei­nem zwei­ten Pro­zess neu auf­ge­rollt. Im Schmer­zens­geld-Ver­fah­ren von Ur­su­las Bru­der hat das Land­ge­richt Augsburg ges­tern ei­ne Be­weis­auf­nah­me an­ge­ord­net.

So sol­len am 22. Ju­ni zwei frü­he­re Kri­po­be­am­ten als Zeu­gen ver­nom- men wer­den. Das Straf­ur­teil und ein Gut­ach­ten zu ei­nem Ton­band­ge­rät wer­den in dem Zi­vil­pro­zess eben­falls als Be­weis­mit­tel ver­wer­tet. Und das dürf­te erst der An­fang ei­nes um­fang­rei­chen Ver­fah­rens sein. Der An­walt des ver­ur­teil­ten Ent­füh­rers Wer­ner Ma­zu­rek hat zum Bei­spiel be­reits an­ge­kün­digt, dass sein Man­dant als Zeu­ge aus­sa­gen wol­le.

Die zehn­jäh­ri­ge Ur­su­la Herr­mann war 1981 in ei­nem Wald­stück am Am­mer­see ge­kid­nappt wor­den. Sie wur­de in ei­ne Holz­kis­te ge­sperrt, die Kis­te wur­de ver­gra­ben. Das Mäd­chen er­stick­te. 2010 wur­de Ma­zu­rek zu le­bens­lan­ger Haft ver­ur­teilt. Er be­strei­tet die Tat bis heu­te.

Ur­su­las Bru­der Micha­el Herr­mann hat Ma­zu­rek auf Schmer­zens­geld ver­klagt, auch weil er ei­ne neue Be­weis­auf­nah­me woll­te. Er ist nicht si­cher, ob der Rich­ti­ge ver­ur­teilt wur­de. Wie die Ent­füh­rung 1981 ab­lief und was jetzt in dem Fall al­les pas­sie­ren kann, le­sen Sie auf

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