Trump und der Por­no­star

An­walt be­stä­tigt Zah­lung von 130 000 Dol­lar Schwei­ge­geld

Buchloer Zeitung - - Politik - VON THO­MAS SPANG

Washington An die­sem Va­len­tins­tag dürf­te das Kli­ma zwi­schen Prä­si­dent und First La­dy im Wei­ßen Haus noch ei­si­ger ge­we­sen sein als sonst schon. Die US-Me­di­en be­rich­te­ten, dass Do­nald Trumps Haus­an­walt Micha­el Co­hen erst­mals of­fi­zi­ell be­stä­tig­te, dass der Por­no­dar­stel­le­rin Ste­pha­nie Clif­ford ein Schwei­ge­geld von 130 000 US-Dol­lar be­zahlt wur­de.

Die 38-Jäh­ri­ge, die in ih­rer Bran­che un­ter dem Na­men „Stor­my Da­ni­els“auf­tritt, be­haup­tet, dass sie ei­ne Af­fä­re mit Trump hat­te, die mit ei­ner se­xu­el­len Be­geg­nung am Ran­de ei­nes Golf­tur­niers im Ju­li 2006 be­gon­nen ha­be, in den Wo­chen nach der Ge­burt sei­nes jüngs­ten Soh­nes Bar­ron. Nach wo­chen­lan­gen Ab­wehr­ver­su­chen gab Co­hen nun erst­mals zu, die Zah­lung in Hö­he von 130000 US-Dol­lar ge­leis­tet zu ha­ben. Und zwar durch ei­ne Brief­kas­ten­fir­ma mit be­schränk­ter Haf­tung, die er ei­gens da­für ins Le­ben ge­ru­fen hat­te. „Die Zah­lung an Frau Clif­ford war rech­tens, und es war we­der ei­ne Wahl­kampf­spen­de noch ei­ne Wahl­kampf­aus­ga­be von ir­gend­je­man­dem“, er­klär­te der per­sön­li­che An­walt Trumps.

Co­hen woll­te je­doch nicht sa­gen, wo­für das Geld ge­nau war. Ei­ne Ver­wen­dung von Wahl­kampf­mit­teln könn­te für Trump als Ver­stoß ge­gen Wahl­kampf-Fi­nan­zie­rungs­ge­set­ze Kon­se­quen­zen ha­ben.

Die schlüpf­ri­gen Details des Ver­hält­nis­ses fin­den sich in ei­nem fünf Jah­re al­ten In­ter­view mit dem Por­no­star, das vom Bou­le­vard-Ma­ga­zin In Touch erst jetzt ver­öf­fent­licht wur­de. Dem­nach lern­te Trump „Stor­my Da­ni­els“in ei­nem Golf­klub als Wer­be­da­me ei­ner Por­no­film-Fir­ma ken­nen. Wäh­rend wei­te­rer Tref­fen über das fol­gen­de Jahr ha­be Trump ihr Ver­spre­chun­gen ge­macht; dar­un­ter ein Auf­tritt in sei­ner Rea­li­ty-Show so­wie der Kauf ei­ner Woh­nung in Flo­ri­da.

Der Chef­re­dak­teur des re­nom­mier­ten On­li­ne-Ma­ga­zins Sla­te, Ja­cob Weis­berg, be­stä­tig­te die Ver­si­on von In Touch. Laut Weis­berg ver­lang­te die Sex-Darstel­le­rin ein Schwei­ge­geld im Um­feld des Skan­dals, als Ton­auf­nah­men mit vul­gä­ren Aus­sa­gen Trumps über Frau­en er­schie­nen, die sei­ne Chan­cen auf ei­nen Wahl­sieg ab­stür­zen lie­ßen.

Fo­to: afp

Af­fä­re mit Trump? Por­no­star Ste­pha­nie Clif­ford ali­as „Stor­my Da­ni­els“.

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