Mit Por trät­fo­tos Geld ver­die­nen............................

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Egal, ob Sie Por­träts als Hob­by für Freun­de und Be­kann­te fo­to­gra­fie­ren oder pro­fes­sio­nell in die Welt der Por­trät­fo­to­gra­fie ein­stei­gen wol­len – gu­te Por­trät­fo­tos kön­nen ei­ne ex­zel­len­te Ein­nah­me­quel­le sein. In die­sem Ar­ti­kel ler­nen Sie, wie Sie Ih­re Fo­to zu Geld ma­chen kön­nen.

Liegt es Ih­nen, Men­schen zu fo­to­gra­fie­ren? Falls ja, könn­te die Por­trät­fo­to­gra­fie ei­ne Mög­lich­keit sein, um Ih­nen ein zu­sätz­li­ches Ein­kom­men zu ver­schaf­fen. Das Gu­te an die­sem Feld der Fo­to­gra­fie ist, dass Sie an­fangs kei­ne gro­ße Aus­rüs­tung be­nö­ti­gen – ein gu­tes Ob­jek­tiv und na­tür­li­ches Son­nen­licht rei­chen zum Durch­star­ten voll­kom­men aus, um schö­ne Au­ßen­por­träts zu schie­ßen.

Auch hin­sicht­lich der Ka­me­ra­wahl ste­hen Ih­nen al­le Op­tio­nen of­fen. Selbst mit al­ten EOSMo­del­len wer­den Ih­nen gu­te Fo­tos ge­lin­gen. Al­ler­dings bie­tet die hö­he­re Auf­lö­sung neue­rer Mo­del­le mehr Spiel­raum bei der Be­ar­bei­tung und er­mög­licht groß­for­ma­ti­ge­re Ab­zü­ge. Bei der Wahl des Ob­jek­tivs soll­ten Sie da­für et­was ge­nau­er hin­schau­en. Bei Mo­del­len mit CropSen­sor wer­den Ih­nen zwar auch mit Ca­nons ty­pi­schem Kit-Ob­jek­tiv, dem 18-35mm f/3,5-5,6, gu­te Re­sul­ta­te ge­lin­gen, ein Stan­dard­zoom mit grö­ße­rer Of­fen­blen­de, wie das 17-55mm f/2,8, er­mög­licht aber ei­ne ge­rin­ge­re Schärf­en­tie­fe. Dies ist wich­tig, um Por­träts den ty­pi­schen Look zu ver­lei­hen. Ei­ne wei­te­re gu­te In­ves­ti­ti­on ist ei­ne 50mm-Fest­brenn­wei­te wie das güns­ti­ge 50mm f/1,8 (ca. 100 Eu­ro) – nicht nur we­gen der ge­rin­gen Schärf­en­tie­fe, son­dern weil die licht­star­ke Of­fen­blen­de auch das Fo­to­gra­fie­ren bei ge­rin­gem Um­ge­bungs­licht er­mög­licht, oh­ne dass Sie den ISO-Wert er­hö­hen müs­sen.

Für die Ar­beit mit Voll­for­mat­ka­me­ras gilt das Glei­che – auch hier ist ein gu­tes Ob­jek­tiv das A und O. 50 Mil­li­me­ter sind ein gu­ter Aus­gangs­punkt. Al­ler­dings ist die Brenn­wei­te et­was zu kurz, um for­mat­fül­len­de Ober­kör­per­por­träts zu fo­to­gra­fie­ren. Mit dem 85mm f/1,8 (ca. 300 Eu­ro) er­zie­len Sie bes­se­re Re­sul­ta­te. Wenn Sie mit ei­ner et­was klei­ne­ren Of­fen­blen­de aus­kom­men, emp­feh­len sich au­ßer­dem ein 24-70mm f/2,8 oder das 70-200mm f/2,8. Üb­ri­gens güns­ti­ger zu ha­ben et­wa von Sig­ma oder Tam­ron. Die Prei­se lie­gen zwi­schen cir­ca 500-1.000 Eu­ro.

Mit Men­schen ar­bei­ten

Der Schlüs­sel zu gu­ten Por­träts liegt dar­in, mit Ih­rem Ge­gen­über zu in­ter­agie­ren. Um das Eis zu bre­chen, soll­ten Sie sich des­halb an­fangs mit Ih­rem Mo­del un­ter­hal­ten. So ler­nen Sie sich bes­ser ken­nen, was für ei­ne lo­cke­re Stim­mung wäh­rend der Auf­nah­men sorgt. Witze und et­was her­umal­bern sind auch gut, um na­tür­lich wir­ken­de Po­sen zu er­hal­ten. Dies al­les funk­tio­niert aber nur, wenn Sie Ih­re Ka­me­ra fast im Schlaf be­herr­schen. So kön­nen Sie sich voll und ganz auf die Per­son kon­zen­trie­ren und müs­sen sich nicht mit der Komposition und mit Auf­nah­me­ein­stel­lun­gen be­fas­sen.

Soll­ten Sie nor­ma­ler­wei­se et­was län­ger brau­chen, um mit frem­den Men­schen vor der Ka­me­ra warm zu wer­den, lohnt es sich, mit Freun­den oder Fa­mi­li­en­mit­glie­dern zu üben. Denn oh­ne die Fä­hig­keit, auf Ihr Mo­tiv ein­zu­ge­hen, wird es schwer wer­den, als Porträtfotograf Er­folg zu ha­ben.

Gu­te Auf­nah­men sind aber noch nicht al­les. Sie soll­ten auch in der La­ge sein, sich und Ih­re Ar­beit zu ver­kau­fen – und das nicht nur, um an neue Auf­trä­ge zu kom­men. Bei man­chen Ge­schäfts­mo­del­len ent­schei­den die Kun­den erst nach dem Shoo­ting, ob sie Ih­nen die Fo­tos ab­kau­fen wer­den. Ein selbst­be­wuss­tes und freund­li­ches Auf­tre­ten kann hier­bei die Er­folgs­chan­cen aber deut­lich stei­gern.

So fin­den Sie Ih­ren ei­ge­nen Stil

Der Stil Ih­rer Bil­der spielt ei­ne gro­ße Rol­le auf dem Weg zum Er­folg. Von Auf­nah­men bei na­tür­li­chem Licht mit gro­ßen Blen­den, um ein schö­nes Bo­keh zu er­zeu­gen, bis hin zu un­ter­be­lich­te­ten Hin­ter­grün­den und ge­blitz­ten Mo­ti­ven mit har­ten Kon­tras­ten – Ih­nen ste­hen al­le Mög­lich­kei­ten of­fen. Wenn Sie ei­nen Blick auf die Ar­bei­ten von er­folg­rei­chen Por­trät­fo­to­gra­fen wer­fen, wer­den Sie fest­stel­len, dass die­se oft ei­nen cha­rak­te­ris­ti­schen Stil ver­fol­gen. Ver­glei­chen Sie des­halb Ih­re ei­ge­nen Fo­tos, um Ih­ren ei­ge­nen

Stil und Ih­re be­vor­zug­te Auf­nah­me­tech­nik bes­ser ein­schät­zen zu kön­nen und ma­chen Sie dies zum Mar­ken­zei­chen Ih­res Port­fo­li­os.

Un­ter­schied­li­che Sti­le zie­hen auch ver­schie­de­ne Kun­den­grup­pen an. Zwang­lo­se Auf­nah­men bei Ge­gen­licht wer­den zum Bei­spiel kaum das In­ter­es­se von Kun­den we­cken, die ei­nen se­riö­sen Look für ge­schäft­li­che Zwe­cke su­chen. Und aus­drucks­star­ke Auf­nah­men mit do­mi­nan­tem Blitz­licht wer­den sel­ten von Fa­mi­li­en ge­kauft, die schö­ne Por­träts für ihr Zu­hau­se möch­ten.

Er­folg­rei­ches Selbst­mar­ke­ting

Er­folg kommt nicht au­to­ma­tisch. Auch wenn Sie per­fek­te Por­träts fo­to­gra­fie­ren und gut mit Ih­ren Mo­dels in­ter­agie­ren kön­nen, müs­sen Sie sich zu­nächst ei­nen Na­men ma­chen, um neue Auf­trä­ge zu er­hal­ten. In­ves­tie­ren Sie des­halb et­was Zeit, um Ih­re Ar­bei­ten be­kannt zu ma­chen. Am ein­fachs­ten funk­tio­niert dies über Wei­ter­emp­feh­lun­gen durch Freun­de oder zu­frie­de­ne Kun­den – selbst in un­se­rer heu­ti­gen Zeit geht nichts über ei­nen per­sön­li­chen Kon­takt. Ein wei­te­rer Schritt sind Fly­er und Vi­si­ten­kar­ten. Ins­be­son­de­re Letz­te­re sind ide­al, um bei po­ten­zi­el­len Kun­den im Ge­dächt­nis zu blei­ben.

Die­se eher tra­di­tio­nel­len An­sät­ze funk­tio­nie­ren aber noch bes­ser, wenn Sie ei­ne pro­fes­sio­nel­le Web­site und ei­ne Prä­senz in den so­zia­len Me­di­en be­sit­zen. Da­für kön­nen Sie auch Ih­ren be­reits be­ste­hen­den Face­book- oder Twit­terac­count nut­zen. Ach­ten Sie aber dar­auf, dass

kei­ne schlech­ten Fo­tos oder un­pro­fes­sio­nel­len Kom­men­ta­re zu se­hen sind. Sonst soll­ten Sie sich ei­nen se­pa­ra­ten, pro­fes­sio­nel­len Ac­count für Ih­re Ar­beit als Porträtfotograf an­le­gen.

Al­ter­na­ti­ve Tier­por­träts?

Bei Ih­ren Por­trät­fo­tos müs­sen Sie sich üb­ri­gens nicht nur auf Men­schen be­schrän­ken. Der Markt für gu­te Auf­nah­men von Haus­tie­ren wie Hun­den, Kat­zen oder manch­mal so­gar grö­ße­ren Tie­ren, wie Pfer­de, scheint be­stän­dig zu wach­sen. Ne­ben gu­ten Kennt­nis­sen der Tier­fo­to­gra­fie soll­ten Sie für die­ses Feld auch ein Ge­spür für die Be­sit­zer mit­brin­gen. Tier­auf­nah­men ver­lan­gen oft viel Ge­duld, da Sie gleich­zei­tig mit ei­nem un­be­re­chen­ba­ren Mo­tiv und ei­nem un­ge­dul­di­gen Be­sit­zer zu­recht­kom­men müs­sen.

So geht’s: Be­zah­lung aus­han­deln

Bei Por­trät­auf­nah­men gibt es zwei grund­le­gen­de Ge­schäfts­an­sät­ze: Die ei­ne Mög­lich­keit ist es, ei­nen fes­ten Be­trag für das Shoo­ting in­klu­si­ve ei­ner be­stimm­ten An­zahl an Aus­dru­cken und Dateien zu ver­lan­gen. Da­bei soll­ten Sie sich vor­ab über­le­gen, wie viel Zeit Sie in den kom- plet­ten Auf­trag in­ves­tie­ren müs­sen. Oder Sie fo­to­gra­fie­ren ge­gen ei­ne ge­rin­ge­re Be­zah­lung und be­rech­nen Aus­dru­cke und Dateien zu­sätz­lich. Man­che Fo­to­gra­fen stel­len bei der zwei­ten Me­tho­de so­gar kei­ne Kos­ten für das Shoo­ting in Rech­nung.

Der ers­te An­satz lohnt sich, wenn Sie bei je­dem Shoo­ting ei­nen fes­ten Be­trag ver­die­nen wol­len. So wissen Sie vor­ab, mit wie viel Geld Sie rech­nen kön­nen und wie viel Zeit Sie in­ves­tie­ren müs­sen. Au­ßer­dem spa­ren Sie sich die Ar­beit, die Fo­tos an den Kun­den zu „ver­kau­fen”. Le­gen Sie aber im­mer vor­her fest, wie vie­le Ab­zü­ge bei dem ver­ein­bar­ten Preis in­klu­si­ve sind. Wei­te­re Auf­nah­men kön­nen Sie ge­gen ei­ne zu­sätz­li­che Ge­bühr an­bie­ten. Die­ses Vor­ge­hen ist ide­al, wenn Sie gera­de erst da­bei sind, sich mit der Por­trät­fo­to­gra­fie ein Stand­bein zu er­ar­bei­ten.

Falls Sie be­reits über gu­te Re­fe­ren­zen ver­fü­gen und et­was mehr Zeit in den Ver­kauf Ih­rer Fo­tos in­ves­tie­ren wol­len, zahlt sich die zwei­te Me­tho­de aus. Hier­bei soll­ten Sie aber über­zeugt sein, dass Sie ge­nü­gend Ab­zü­ge ver­kau­fen wer­den, da­mit sich die Zeit, die Sie in das Shoo­ting und die Nach­be­ar­bei­tung in­ves­tie­ren müs­sen,

auch lohnt. Die Aus­sicht auf ein güns­ti­ges oder kos­ten­lo­ses Shoo­ting wird vie­le Kun­den an­lo­cken, ins­be­son­de­re, wenn Sie be­reits ein über­zeu­gen­des Port­fo­lio vor­wei­sen kön­nen. Der Ver­kauf setzt aber Ge­duld und Fin­ger­spit­zen­ge­fühl vor­aus und nicht je­der Fo­to­graf kann sich mit die­ser Art des Selbst­mar­ke­tings an­freun­den.

Ar­beits­zeit be­rück­sich­ti­gen

Um Ih­re Kar­rie­re als Porträtfotograf zu star­ten, müs­sen Sie vi­el­leicht ein paar Wo­chen lang Ih­re Frei­zeit op­fern. Dies reicht in der Re­gel, um ei­ne Web­site ein­zu­rich­ten, Vi­si­ten­kar­ten zu dru­cken und vi­el­leicht ers­te Auf­trä­ge durch­zu­füh­ren. Rech­nen Sie aber da­mit, dass es sechs Mo­na­te bis zu ei­nem Jahr dau­ern kann, bis Sie ei­nen aus­rei- chend gro­ßen Kun­den­kreis er­reicht ha­ben, der Ih­nen be­stän­di­ge Auf­trä­ge und ein ver­läss­li­ches Ein­kom­men ein­bringt. Pro Shoo­ting wer­den Sie cir­ca zwei bis vier St­un­den Zeit in­ves­tie­ren. Plus die Zeit, die Sie für die An­fahrt be­nö­ti­gen, wenn Sie kein ei­ge­nes Stu­dio ha­ben. Da­mit ist die Ar­beit aber noch nicht ge­tan. Um Auf­nah­men zu sich­ten und nach­zu­be­ar­bei­ten, kön­nen Sie noch ein­mal die glei­che Zeit ver­an­schla­gen, wenn nicht so­gar mehr. Den­ken Sie dar­an, wenn Sie Ih­re Prei­se kal­ku­lie­ren.

So ver­kau­fen Sie Ih­re Bil­der

Die Prei­se für Por­träts va­ri­ie­ren be­trächt­lich. Um den für Sie pas­sen­den Be­trag zu er­mit­teln, soll­ten Sie Ih­re Fä­hig­kei­ten mit dem Markt ver­glei- chen. Nur so kön­nen Sie sich ein rea­lis­ti­sches Bild ma­chen. Güns­ti­ge Pa­ket­prei­se für ei­nen hal­ben Tag Shoo­ting mit ei­ner fes­ten An­zahl an Ab­zü­gen lie­gen zum Bei­spiel zwi­schen 120 und 180 Eu­ro. Wenn Sie sich auf hoch­wer­ti­ge­re Por­träts spe­zia­li­sie­ren wol­len, kön­nen Sie so­gar 200 Eu­ro und mehr für ei­nen hal­ben Tag ver­lan­gen.

Ähn­lich ver­hält es sich mit den Prei­sen für ein­zel­ne Ab­zü­ge. Da Sie mit den Fo­tos auch Ih­re Kos­ten für die Auf­nah­men de­cken wol­len, soll­ten Sie min­des­tens das Dop­pel­te der Ma­te­ri­al­kos­ten ver­an­schla­gen. Ein hoch­wer­ti­ger Aus­druck im DIN-A4-For­mat soll­te des­halb nicht un­ter 50 Eu­ro lie­gen. Wir wün­schen Ih­nen in je­dem Fall viel Er­folg, Durch­hal­te­ver­mö­gen – und ins­be­son­de­re Spaß bei der Por­trät­fo­to­gra­fie. <

Vor­aus­set­zung, Ein pro­fes­sio­nel­ler In­ter­net­auf­tritt ist die

Durch gu­te Fo­tos um ei­ne brei­te Kund­schaft zu er­rei­chen. zei­gen Sie, dass es sich lohnt, Sie zu en­ga­gie­ren.

Por­träts un­ter frei­em Him­mel sind ide­al, wenn Sie kein ei­ge­nes Stu­dio zur Ver­fü­gung ha­ben. Au­ßer­dem bie­tet die Na­tur ei­ne Viel­zahl

an fo­to­ge­nen Hin­ter­grün­den.

BEI POR­TRÄTS SOLL­TEN SIE DIE GRUND­LA­GEN DER FO­TO­GRA­FIE IM SCHLAF BE­HERR­SCHEN. SO KÖN­NEN SIE SICH GANZ AUF IHR MO­TIV KON­ZEN­TRIE­REN UND MÜS­SEN SICH NICHT MIT AUF­NAH­ME­EIN­STEL­LUN­GEN HERUMSCHLAGEN.

Ni­co­le Lo­ren­zen, Re­dak­ti­ons­lei­te­rin

Wenn Sie erst da­bei sind, Ihr Port­fo­lio auf­zu

bau­en, lohnt es sich, nach Mo­dels zu su­chen, die kos­ten­los für Fo­tos po­sie­ren. So sam­meln

Sie Er­fah­rung und Ihr Mo­del er­hält gu­te Ab­zü­ge.

Spe­zia­li­sie­ren Sie sich auf die Art von Por­trät­auf­nah­men, die Ih­nen am meis­ten liegt. Ha­ben Sie zum Bei­spiel ein gu­tes Ver­hält­nis zu Kin­dern? Oder lie­gen Ih­re Stär­ken eher bei for­mel­len Fo­tos für Be­wer­bun­gen oder Ge­schäfts­kun­den?

Tie­re las­sen sich nicht ein­fach an­lei­ten und ver­hal­ten sich oft un­be­re­chen­bar. Gu­te Por­träts sind des­halb ei­ne be­son­de­re Dis­zi­plin.

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