Sach­sen ret­tet Pück­lers Braue­rei

Chemnitzer Morgenpost - - FRONT PAGE -

BAD MUS­KAU - Der Frei­staat hat bei ei­ner Zwangs­ver­stei­ge­rung die ehe­ma­li­ge Braue­rei von Fürst Pück­ler in Bad Mus­kau ge­kauft - für 100 000 Eu­ro. Das Ge­bäu­de ist ei­ne Rui­ne.

Die Sum­me ha­be ge­bo­ten wer­den müs­sen, um Meist­bie­ten­der zu sein, so ein Spre­cher des Fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums. Der vom Ge­richt fest­ge­setz­te Wert lag bei 24000 Eu­ro. „Das Grund­stück hat für den UNESCO-Wel­ter­be­sta­tus des Mus­kau­er Par­kes mit Blick auf den Um­ge­bungs­schutz ei­ne be­son­ders her­aus­ra­gen­de Be­deu­tung“, so der Spre­cher.

Das Zie­gel­stein­bau­werk mit neo­go­ti­schem Gast­hof ist in ei­nem mie­sen Zu­stand. Er­rich­tet wur­de es 1844/45 vom preu­ßi­schen Ar­chi­tek­ten Lud­wig Per­si­us, be­wusst in den Land­schafts­park ein­be­zo­gen. 1992 en­de­te die Nut­zung als Braue­rei. Es lan­de­te in der In­sol­venz­mas­se des Vor­be­sit­zers.

Jetzt soll das Ge­bäu­de schnell not­ge­si­chert wer­den, so Cord Pan­ning, Ge­schäfts­füh­rung der Pück­ler-Park­stif­tung. „Dies be­trifft vor al­lem auch die fan­tas­ti­schen Ge­wöl­be­kel­ler aus dem 19. Jahr­hun­dert, in de­nen in frü­he­ren Zei­ten das Bier ge­la­gert wur­de.“

Das Au­ßen­ge­län­de soll be­räumt, DDR-Zweck­bau­ten ab­ge­ris­sen wer­den. Par­al­lel soll die Sa­nie­rung ge­plant wer­den. Was aus dem Ge­bäu­de wird, ist noch un­klar. Es soll nun in­ten­siv dis­ku­tiert wer­den. Der Stif­tungs­rat hat das letz­te Wort. mor

Die his­to­ri­sche Pück­ler-Braue­rei ge­hört jetzt dem Frei­staat. Was aus ihr wird, ist noch un­klar.

En­de ei­ner Hän­ge­par­tie? Im Be­sitz des Frei­staa­tes könn­te das his­to­ri­sche Braue­r­ei­ge­bäu­de wie­der ein Schmuck­stück wer­den.

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