„Ka­me­ra­den, Sieg Heil!“Dach­de­cker freut sich über­ab­ge­fa­ckel­ten Husa­ren­hof

Chemnitzer Morgenpost - - SACHSEN -

BAUT­ZEN - Im­mer wie­der Baut­zen: Ein knap­pes Jahr nach dem Brand­an­schlag auf die ge­plan­te Asyl­un­ter­kunft im Husa­ren­hof ist ein scho­ckie­ren­des Han­dy­vi­deo auf­ge­taucht. Mit rechts­ex­tre­men Kom­men­ta­ren ei­nes Hand­wer­kers, der die Schä­den be­gut­ach­tet.

Das Vi­deo wur­de der MDR-Sen­dung „Ex­akt“zu­ge-

spielt und be­schäf­tigt nun auch die Staats­an­walt­schaft. Es soll von ei­nem Dach­de­cker stam­men, der die beim Brand ver­ur­sach­ten Schä­den im Husa­ren­hof do­ku­men­tiert.

Sei­nen Rund­gang kom­men­tiert die­ser mit den Wor­ten „Ka­me­ra­den, Sieg Heil! Gu­te Ar­beit ge­leis­tet“. Beim An­blick ei­nes von den Flam­men zer­stör­ten Rau­mes sagt er: „Hier, das kön­nen sie noch be­woh­nen, die Ka­na­ken.“

Laut des Gör­lit­zer Staats­an­wal­tes Till Ne­u­mann wird we­gen des Ver­wen­dens von Kenn­zei­chen ver­fas­sungs­wid­ri­ger Or­ga­ni­sa­tio­nen er­mit­telt. Die Bau­fir­ma ha­be be­stä­tigt, dass ein Mit­ar­bei­ter das Vi­deo vor Mo­na­ten an­fer­tig­te, so der MDR. Ihm sei be­reits ge­kün­digt wor­den, hieß es.

Wer den Brand im Husa­ren­hof leg­te, ist im­mer noch un­klar. Zu­letzt hat­te Baut­zen mit Kra­wal­len zwi­schen Deut­schen und ju­gend­li­chen Asyl­be­wer­bern am Korn­markt Schlag­zei­len ge­macht. Im No­vem­ber gab es Schreck­schüs­se auf ei­nen Li­by­er, im De­zem­ber ei­nen Brand­an­schlag auf die Asyl­un­ter­kunft im Spree­ho­tel. mor

Im Fe­bru­ar 2016 brann­te der Husa­ren­hof. Wer das Feu­er leg­te,

ist nach wie vor un­klar.

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