Al­le Au­tos ent­glast Ga­no­ven läh­men gan­zen Pfle­ge­dienst

Chemnitzer Morgenpost - - SACHSEN -

DRES­DEN - Sie woll­ten ein biss­chen Klein­geld und hin­ter­lie­ßen ei­nen rie­si­gen Scha­den: Um sich et­was Bar­geld aus den Hand­schuh­fä­chern zu klau­en, schlu­gen Au­to­kna­cker die Schei­ben der kom­plet­ten Flot­te ei­nes Dresd­ner Pfle­ge­diens­tes ein.

„Ich war kurz nach halb sechs am Mor­gen da“, sagt Lin­da Fritz­sche (31), stell­ver­tre­ten­de Lei­te­rin des Pfle­ge­diens­tes. „Da ha­be ich die ka­put­te Schei­be am Au­to ge­se­hen, ha­be beim nächs­ten ge­guckt, auch da war die Schei­be ein­ge­schla­gen.“So­fort rief sie Che­fin Si­mo­na Kneschke (58) an.

„Bei fünf Au­tos war die Bei­fah­rer­sei­te ein­ge­schla­gen“, so die Che­fin. „Bei ei­nem war es die Schei­be der Hin­ter­tür. Mit kei­nem konn­ten wir mehr fah­ren.“

Ei­ne fa­ta­le La­ge, denn am Tag fährt der Di­enst rund 80 Pfle­ge­be­dürf­ti­ge an. „Glück­li­cher­wei­se wa­ren mei­ne Mit­ar­bei­ter ein­ver­stan­den, ih­re Pri­vat­au­tos zu nut­zen“, so Kneschke. „Auch die Kun­den hat­ten Ver­ständ­nis für die Ver­spä­tun­gen.“

Trotz­dem bleibt ei­ne di­cke Rech­nung: Pro Schei­be muss Kneschke 150 Eu­ro Selbst­be­tei­li­gung zah­len 900 Eu­ro sind das al­lein. Mehr als die mick­ri­ge Beu­te: In vier Au­tos hat­ten Mit­ar­bei­ter ihr Tank­geld von 55 Eu­ro lie­gen las­sen, das die Ga­no­ven aus dem Hand­schuh­fach klau­ten. „Ab so­fort wer­den kei­ner­lei Wert­sa­chen mehr in den Au­tos ge­las­sen“, so Kneschke. „Au­ßer­dem den­ken wir über ei­ne Über­wa­chung der Au­tos nach.“Eric Hof­mann

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