Jetzt wer­den die Pan­nen auf­ge­ar­bei­tet

Chemnitzer Morgenpost - - POLITIK -

BER­LIN - Der Is­la­mist Anis Am­ri war als Ge­fähr­der ein­ge­stuft. Wes­halb konn­te der An­schlag auf den Ber­li­ner Weih­nachts­markt den­noch nicht ver­hin­dert wer­den? Die­se und an­de­re bren­nen­de Fra­gen soll nun ein Un­ter­su­chungs­be­richt klä­ren.

Bun­des­jus­tiz­mi­nis­ter Hei­ko Maas (50, SPD) hat Feh­ler im Um­gang der Be­hör­den mit dem Weih­nachts­markt-At­ten­tä­ter von Ber­lin ein­ge­räumt und ei­nen ent­spre­chen­den Be­richt da­zu an­ge­kün­digt. „Es kann sich nach dem, was da ge­sche­hen ist und nach dem, was man mitt­ler­wei­le weiß, nie­mand hin­set­zen und sa­gen, es sind kei­ne Feh­ler ge­macht wor­den.“

Maas ver­sprach, es wer­de auf­ge­ar­bei­tet, war­um die Tat nicht ver­hin­dert wer­den konn­te, ob­wohl Anis Am­ri den Be­hör­den bis hin zum Ter­ror­ab­wehr­zen­trum be­kannt war. „Es wird in den nächs­ten Ta­gen ei­nen Be­richt al­ler be­tei­lig­ten Be­hör­den ge­ben, in dem sehr ex­akt noch ein­mal dar­ge­stellt wird, wer hat wann was ge­macht und was ent­schie­den.“Bei dem An­schlag mit ei­nem Last­wa­gen wa­ren zwölf Men­schen ums Le­ben ge­kom­men.

Die Po­li­zei steht in der Kri­tik, un­mit­tel­bar nach dem An­schlag wich­ti­ge Hin­wei­se auf den Tä­ter über­se­hen zu ha­ben. Zu­dem hat­ten die Si­cher­heits­be­hör­den zu­vor ei­ne mo­na­te­lan­ge Über­wa­chung des als Ge­fähr­der ein­ge­stuf­ten Tu­ne­si­ers Anis Am­ri ein­ge­stellt.

Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Tho­mas de Mai­ziè­re (62, CDU) hat­te be­reits we­ni­ge Ta­ge nach der Tat vom 19. De­zem­ber ei­nen Be­richt über das Vor­ge­hen der Be­hör­den an­ge­kün­digt. Der CDU-Po­li­ti­ker be­stritt da­mals ein all­ge­mei­nes Ver­sa­gen der Si­cher­heits­kräf­te.

Blu­men und Ker­zen für die Op­fer des An­schlags auf dem Ber­li­ner Breit­scheid­platz.

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