Blin­den-Am­peln bald auch nachts

Chemnitzer Morgenpost - - CHEMNITZ -

Ein­fach aus­ge­knipst: Die Stadt lässt ab 21 Uhr Blin­de und Seh­be­hin­der­te ein­fach an den Am­peln ste­hen. Dann schal­ten sich die dort hör­ba­ren Hil­fen für acht St­un­den ab. Är­ger­lich! Denn Chem­nitz ist ein über­re­gio­na­ler Aus­bil­dungs­und Ar­beits­ort für Seh­be­hin­der­te.

„Bei uns ar­bei­ten rund 200 seh­be­hin­der­te Men­schen. Un­se­re Azu­bis kom­men haupt­säch­lich aus den neu­en Bun­des­län­dern, ver­ein­zelt auch aus den al­ten“, sagt Cor­ne­lia Knorr (55), Lei­te­rin der Werk­statt des För­der­zen­trums für Blin­de und Seh­be­hin­der­te (SFZ, Flem­ming­stras­se 8c).

An der Zen­tral­hal­te­stel­le, beim Di­enst­leis­ter Ar­va­to, ar­bei­ten rund 90 Schwer­be­hin­der­te. Dar­un­ter vie­le Seh­ge­schä­dig­te, die durch den Schicht­be­trieb auch nach 21 Uhr im Bü­ro ar­bei­ten.

Doch die Stadt bes­sert sich: Bis Mo­nats­en­de sol­len Am­pel-An­la­gen an Zen­tral­hal­te­stel­le, Ca­ro­la- und Bahn­hofs­stra­ße auf 24-St­un­den-Be­trieb um­ge­rüs­tet wer­den. 149 Am­peln kom­men für die bis zu 900 Eu­ro teu­re Um­rüs­tung in Fra­ge. Der Rest - 81 An­la­gen - be­sitzt noch kei­ne Seh­be­hin­der­ten-Hil­fen. „Mein Vor­schlag: Wenn die­se Am­peln um­ge­rüs­tet wer­den, dann gleich auf 24-St­un­den-Be­trieb“, sagt Frau Knorr, die auch für die SPD im Stadt­rat sitzt. Sie will das The­ma in der heu­ti­gen SPD-Frak­ti­ons­sit­zung an­spre­chen. mfr

Bis En­de Ja­nu­ar sol­len ei­ni­ge Ge­rä­te - wie hier an der Zen­tral­hal­te­stel­le - auf 24-St­un­den-Be­trieb um­ge­stellt wer­den.

Cor­ne­lia Knorr (55, SPD) ist Lei­te­rin der SFZWerk­statt.

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