Vor ge­nau zehn Jah­ren wü­te­te „Ky­rill“in Sach­sen

Chemnitzer Morgenpost - - CHEMNITZ & UMGEBUNG -

PIRNA - Vor zehn Jah­ren ras­te Or­kan „Ky­rill“durch Deutsch­land. Auch Sach­sen war be­trof­fen - in Dres­den ge­nau­so wie auf den Kamm­la­gen des Erz­ge­bir­ges, wo Bäu­me wie Streich­höl­zer um­knick­ten. Von den Schä­den ist kaum noch et­was zu se­hen.

Er war ei­ner der schwers­ten Or­ka­ne der ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­te: Am 18. und 19. Ja­nu­ar 2007 hin­ter­ließ „Ky­rill“auch in Sach­sen ei­ne Spur der Ver­wüs­tung. „Die meis­ten zer­stör­ten Flä­chen sind längst wie­der mit jun­gen Bäu­men be­pflanzt“, so Klaus Küh­ling vom Staats­be­trieb Sach­sen­forst. Die Be­sei­ti­gung der Schä­den im Staats­wald kos­te­te rund 18 Mil­lio­nen Eu­ro.

In den Wald­ge­bie­ten sorg­te der Or­kan für rund 1,8 Mil­lio­nen Ku­bik­me­ter Bruch­holz. „Der Sturm hin­ter­ließ im Lan­des­wald et­wa 1300 Hekt­ar Kahl­flä­chen“, so Küh­ling. Rund fünf Mil­lio­nen Bäu­me wur­den um­ge­wor­fen, ab­ge­bro­chen oder so be­schä­digt, dass sie ge­fällt wer­den muss­ten.

Die Schä­den

kon­zen­trier­ten sich im west­li­chen Erz­ge­bir­ge, am schlimms­ten war es im Forst­be­zirk Ei­ben­stock: „Es sah ver­hee­rend aus“, er­in­nert sich Ste­phan Schus­ser, Lei­ter des Forst­be­zirks. Bis En­de 2007 wur­de das to­te Holz weg­ge­schafft, um ei­ne Bor­ken­kä­fer-Ka­ta­stro­phe zu ver­hin­dern. Den­noch hat­ten die Forst­wir­te in den Fol­ge­jah­ren mit Schäd­lin­gen zu kämp­fen.

Die Wie­der­auf­fors­tung zog sich teils über Jah­re hin. Heu­te sind laut Sach­sen­forst al­le Kahl­flä­chen wie­der­auf­ge­fors­tet oder zu­min­dest be­wach­sen.

Vor zehn Jah­ren bot die­ser Wald bei Ei­ben­stock ein Bild

der Ver­wüs­tung.

Die Auf­räum­ar­bei­ten wa­ren müh­sam und dau­er­ten Mo­na­te, hier in Carls­feld. In Chem­nitz be­schä­dig­te der Or­kan „Ky­rill“ein Flach­dach der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.