„Das Ge­samt­pa­ket pass­te, aber es ist noch viel zu tun!“

Chemnitzer Morgenpost - - FUSSBALL - Tho­mas Nah­ren­dorf

AUE - Die war­men Ta­ge in der spa­ni­schen Son­ne sind vor­bei. Jetzt be­rei­tet sich der FCE in hei­mi­schen Ge­fil­den auf den schar­fen Start am 28. Ja­nu­ar ge­gen den 1. FC Hei­den­heim vor. Im Ge­spräch mit der MOPO hat Trai­ner Pa­vel Dot­chev ein Fa­zit des Camps ge­zo­gen.

Herr Dot­chev, die Grund­stim­mung im Team passt. Das Trai­ning war scharf. Wer von Ih­ren Spie­lern ist Ih­nen be­son­ders ins Au­ge ge­fal­len?

Dot­chev: „Erst­mal möch­te ich be­to­nen, dass al­le Jungs sehr gu­te Ar­beit ab­ge­lie­fert ha­ben. Das Ge­samt­pa­ket hat ge­passt. Aber es gibt noch viel zu tun. Von den Spie­lern hat Fa­bi­an Ka­lig ei­nen gro­ßen Sprung ge­macht, er ist sehr sta­bil auf­ge­tre­ten. Das ge­fällt mir. Aber auch Lou­is Sam­son hat sich noch ein­mal ent­wi­ckelt, eben­so Adam Su­sac und Cle­mens Fand­rich.“

Was in ei­nem Trai­nings­la­ger sel­ten zu se­hen ist: Die me­di­zi­ni­sche Ab­tei­lung hat­te nichts zu tun. Ist das ei­ne Fra­ge der Do­sie­rung im Trai­ning?

Dot­chev: „Ja, das ist es. Es liegt an der Do­sie­rung. Wir

hat­ten straf­fe Pha­sen, aber auch wel­che, in de­nen sich die Spie­ler er­ho­len konn­ten. Trotz­dem gilt dem Team-Arzt Ste­phan Rez­mann so­wie den bei­den Phy­sio­the­ra­peu­tin­nen Na­di­ne Dör­fel und Ma­ria Koch mein Lob. Das war tol­le Ar­beit und ein har­mo­ni­sches Mit­ein­an­der.“

Al­bert Bun­ja­ku wur­de wäh­rend des Camps ge­holt, Flo­ri­an Trinks war als Pro­be­spie­ler da­bei. Die Per­so­na­lie Vla­dy­mir Ka­lit­v­int­sev be­schäf­tig­te al­le das kom­plet­te Trai­nings­la­ger. Wie ist der Stand?

Dot­chev: „Kon­kret gibt es nichts. Es nützt nichts, das noch­mal zu the­ma­ti­sie­ren. Wir sa­gen erst­mal gar nichts. Stän­dig Was­ser­stands­mel­dun­gen ab­zu­ge­ben, wirkt un­se­ri­ös. Aber wir ha­ben noch Hoff­nung.“

Sol­len noch Leu­te kom­men?

Dot­chev: „Ich schlie­ße nicht aus, dass wir noch ein, zwei Mann ho­len. Aber wenn das nicht pas­siert, ist das auch nicht schlimm. Ich ver­traue mei­ner Mann­schaft zu 100 Pro­zent. Sie hat jetzt die Er­fah­rung, weiß, wie die 2. Li­ga geht. Aber soll­ten wir noch Spie­ler be­kom­men, die uns so­fort wei­ter­hel­fen, sind wir be­reit da­zu. Es muss aber nicht auf Teu­fel-komm-raus sein.“

Ab­gän­ge konn­ten Sie noch kei­ne ver­mel­den. Nur mal an­ge­nom­men: Es kom­men noch zwei und kei­ner geht, dann wird ein Trai­ning bei über 30 Mann schwer. Gibt es dann zwei Grup­pen?

Dot­chev: „Nein, das wird es nicht ge­ben. Es stimmt, in der Mas­se ist der Ka­der groß, der Kern ist aber nor­mal. Wir wer­den auf al­le Fäl­le noch ei­ni­ge ab­ge­ben. Das wird in den kom­men­den Ta­gen pas­sie­ren.“

Sie ha­ben in Ali­can­te das 3:0 von Hei­den­heim ge­gen Uni­on be­ob­ach­tet. Wie war Ihr Ein­druck vom FCH?

Dot­chev: „Ganz stark. Uni­on woll­te ein Freund­schafts­spiel, Hei­den­heim hat das als Punkt­spiel an­ge­se­hen. Die Trup­pe hat ei­ne un­heim­li­che Men­ta­li­tät. Es geht in dem Spiel am 28. Ja­nu­ar nur über den Kampf und den Wil­len. Nach den vie­len Miss­er­fol­gen ge­gen ihn ist uns der FCH ein Dorn im Au­ge. Wir wer­den al­les da­für tun, den Bock um­zu­sto­ßen.“

FCE-Coach Pa­vel Dot­chev war mit dem Camp in Spa­ni­en sehr zu­frie­den, weiß aber, dass er mit sei­ner Trup­pe in der Vor­be­rei­tung wei­ter hart

ma­lo­chen muss.

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