Wahl­kampf hat be­gon­nen

Chemnitzer Morgenpost - - CHEMNITZ - Von Tors­ten Schil­ling

D ie Kri­se zwi­schen Ober­bür­ger­meis­te­rin Bar­ba­ra Lud­wig und ih­rem So­zi­al­bür­ger­meis­ter droht in ei­ner Schlamm­schlacht zu mün­den. Phil­ipp Rochold ist nicht mehr für die Schul­netz­pla­nung zu­stän­dig. Ein Pau­ken-, aber kein Be­frei­ungs­schlag. Denn vie­le Pro­ble­me sind haus­ge­macht, an­de­re nicht kalkulierbar.

Z u lan­ge ließ die Stadt In­ves­ti­tio­nen in Schul­ge­bäu­de schlei­fen, klotz­te an an­de­rer Stel­le. Das rächt sich. Zwar konn­te nie­mand mit der Flücht­lings­kri­se 2015 und ih­ren Fol­gen rech­nen. Aber schon vor­her wa­ren sa­nier­te Schu­len und aus­rei­chend Klas­sen­räu­me Man­gel­wa­re. Zur Er­in­ne­rung: Im März 2016 muss­te in Klaf­fen­bach das Schul­k­lo we­gen Ein­sturz­ge­fahr (!) ge­schlos­sen wer­den.

W ach­sen­der Aus­län­der­strom durch Fa­mi­li­en­nach­zug könn­te die En­ge in den Klas­sen­räu­men ver­schär­fen. Chem­nitz hat Pres­ti­ge­pro­jek­te an­ge­scho­ben, die schön sein mö­gen, aber kei­ne Pflicht­auf­ga­ben sind. Wenn Wün­sche an der fi­nan­zi­el­len Rea­li­tät zer­schel­len, braucht es Schul­di­ge. 2020 ist Ober­bür­ger­meis­ter­wahl in Chem­nitz. Der Kampf um den OB-Ses­sel ist ab so­fort er­öff­net

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