Ein drei­fa­cher Sc Gif­ti­ge „Stör­che“fre

Chemnitzer Morgenpost - - FUSSBALL -

AUE - Der Bo­den der Tat­sa­chen ist hart! Nach sie­ben Punk­ten in Fol­ge gab es nun ei­nen ge­hö­rig vor den Bug. Ge­gen die wie aus ei­nem Guss spie­len­de Gäs­te aus Kiel ver­lor der FC Erz­ge­bir­ge vor 8 000 Zu­schau­ern mit 0:3 (0:2) - und sah da­bei so gut wie kei­nen Stich.

Wenn sich ei­ner ver­wun­dert zeig­te, war­um Hol­stein als Ta­bel­len­drit­ter nach Aue kam, der wuss­te nach fünf Mi­nu­ten, war­um. Kiel zog ein Spiel auf, das dem Gast­ge­ber nicht schmeck­te. Der KSV stell­te mit vier Mann in vor­ders­ter Front zu, zog hin­ten teil­wei­se ei­ne Sech­ser­ket­te auf und be­acker­te Aue, wo es nur ging. Just als der FCE ins Spiel fand, schlug Kiel zu. Ei­nen lan­gen Ball klär­te Do­mi­nik Wy­dra im Zwei­kampf mit Ste­ven Le­we­renz, doch die Ku­gel kam zu Alex Müh­ling (15.), der das Ding aus 17 Me­tern ins Eck schlenz­te.

Das Tor zog dem gan­zen Erz­ge­bir­ge den Ste­cker. Auf dem Feld lief nix, auf den Tri­bü­nen wa­ren die 90 mit­ge­reis­ten Hol­stein-Fans lau­ter als die 7 910 an­de­ren. Es spiel­te nur ein Team - und das hat­te Rot an. Be­güns­tigt von un­glaub­lich vie­len

Au­er Feh­lern roll­te ei­ne Wel­le nach der an­de­ren auf das Tor von Mar­tin Män­nel.

Und wie schon vorm 0:1: Als sich der FCE ge­fan­gen hat­te, durch ei­nen Pfos­ten­kopf­ball von Fa­bi­an Ka­lig (38.) wie­der dran war, leg­te Kiel nach: Le­we­renz, völ­lig un­be­hel­ligt von Ca­lo­ge­ro Riz­zu­to, spiel­te ei­ne Flan­ke di­rekt auf Mar­vin Duksch (41.), der den Ball aus 16 Me­tern per Drop­kick ins Netz jag­te. Der zwei­te Na­del­stich tief ins „Veil­chen“-Herz!

Kiel ent­nerv­te Aue auch in der 2. Hälf­te. Der Gast­ge­ber rann­te zwar an, kämpf­te auch, das soll gar nicht un­er­wähnt blei­ben, aber: Na­he­zu je­den ge­fähr­li­chen An­griff un­ter­band der Gast mit ei­nem klei­nen Foul. 17 gab es da­von zwi­schen der 46. und 70. Mi­nu­te! Die Stör­che gin­gen aber auch kei­nem Zwei­kampf aus dem Weg, zeig­ten sich äu­ßerst prä­sent. So ka­men die Ein­hei­mi­schen nie in den Rhyth­mus. Das mach­te ih­nen zu schaf­fen, sie rie­ben sich mehr und mehr an den gif­ti­gen Kie­lern auf.

Der FCE hat­te zwar mehr Ball­be­sitz, konn­te sich die Ku­gel aber nicht ein­mal in sei­ner Hälf­te in Ru­he zu­spie­len, die Hol­stei­ner wa­ren im­mer da. Das spür­te auch Wy­dra, der un­ter Be­dräng­nis Män­nel an­spie­len woll­te - aber viel zu kurz. Den Ka­ta­stro­phen-Rück­pass an­gel­te sich Duksch (77.), er sag­te ar­tig dan­ke, schoss ein und ging fei­ern.

Tho­mas Nah­ren­dorf

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.