For­mel 1

Chemnitzer Morgenpost - - SPORT -

Das Cock­pit ist bei tro­pi­scher Hit­ze ei­ne Gar­kü­che. „Es ist kein Zu­cker­schle­cken. Das ist ei­ne Qu­al, wenn man da drin ab­kocht“, so Fer­ra­ri-Star Se­bas­ti­an Vet­tel, den ei­ne Art Hass­lie­be mit dem mor­gi­gen Gro­ßen Preis von Sin­ga­pur (14 Uhr/RTL) ver­bin­det.

Ei­ner­seits hat Vet­tel in sei­ner Kar­rie­re bei neun Starts schon vier Mal hier ge­won­nen, er ist der „Kö­nig von Sin­ga­pur“. An­de­rer­seits: Über 30 Grad Luft­tem­pe­ra­tur, 80 Pro­zent Luft­feuch­tig­keit. Im Cock­pit sum­miert sich das schnell auf 60 Grad. „Man freut sich das gan­ze Jahr auf Sin­ga­pur, will dann aber nicht star­ten“, er­klär­te der Hep­pen­hei­mer den Zwie­spalt: „Man hat ein we­nig Angst. Aber das macht ja auch den Reiz aus.“

Der Grand Prix stellt im For­mel-1-Zir­kus ei­ne Be­son­der­heit dar. Nicht nur, weil die Fah­rer bei der zwei­stün­di­gen Nacht-Hatz das längs­te Ren­nen des Jah­res - et­wa drei Ki­lo Kör­per­ge­wicht ver­lie­ren. Au­ßer­dem ist es mit 23 Turns die kur­ven­reichs­te Stre­cke, sie hat vie­le Bo­den­wel­len.

Vet­tel zeig­te ges­tern im ers­ten Trai­ning die Zäh­ne und fuhr mit 1:42,598 Mi­nu­ten nur ei­ne Zehn­tel lang­sa­mer als der Schnells­te - Red-Bull-Pi­lot Da­ni­el Ric­ci­ar­do. In der zwei­ten Ein­heit war der Aus­tra­li­er wie­der der Bes­te, Vet­tel kam mit ei­ner lang­sa­me­ren Rei­fen­mi­schung auf Platz elf ein.

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