Jag­ten El­tern den Fal­schen?

Selbst­jus­tiz ge­gen an­geb­li­chen Kin­der­fän­ger

Chemnitzer Morgenpost - - FRONT PAGE -

EIBENSTOCK Der an­geb­li­che Kin­der­fän­ger von So­sa (MOPO be­rich­te­te): Ja­gen die ver­ängs­tig­ten El­tern den fal­schen Ver­däch­ti­gen? Laut Staats­an­walt­schaft dürf­te der Fah­rer des wei­ßen Sko­da un­schul­dig sein!

Meh­re­re Kin­der hat­ten be­haup­tet, ein Mann ha­be ver­sucht, sie in sein Au­to zu lo­cken. An­geb­lich woll­te er ih­nen Kat­zen zei­gen.

El­tern be­schul­dig­ten den Fah­rer ei­nes wei­ßen Fir­men-Sko­da. Der Wa­gen wur­de fo­to­gra­fiert und samt Kenn­zei­chen ins In­ter­net ge­setzt. Zwei Vä­ter jag­ten den Wa­gen am Di­ens­tag so­gar bis Schwar­zen­berg, rie­fen die Po­li­zei.

Even­tu­ell be­schul­di­gen die El­tern den Fal­schen. Staats­an­wäl­tin In­grid Burg­hart (54): „Der Ver­dacht ge­gen den Sko­da-Fah­rer hat sich bis­her nicht be­stä­tigt.“

Der­weil hat der Mann we­gen der Hetz­jagd im In­ter­net schon Pro­ble­me, wur­de von der Ar­beit frei­ge­stellt. Den­noch steht der Chef zum Mit­ar­bei­ter: „Für mich gilt die Un­schulds­ver­mu­tung.“

Die Kri­po sucht nun den ech­ten Kin­der­fän­ger von So­sa. bri

Die be­sorg­ten Vä­ter: An­dré Neu­bert (l.) und Max Fried­rich.

So be­rich­te­te ges­tern die MOPO.

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