Stadt­rat un­ter al­lem Ni­veau

Chemnitzer Morgenpost - - FRONT PAGE - Von Tors­ten Schil­ling

A uf dem Hö­he­punkt des po­li­ti­schen Zer­würf­nis­ses auf Bun­des­ebe­ne hat auch das Kli­ma im Chem­nit­zer Stadt­rat ei­nen neu­en Tief­stand er­reicht. Als Lieb­ha­ber der poin­tier­ten De­bat­te kann ich nur sa­gen: Was sich im Stadt­ver­ord­ne­ten­saal ab­spiel­te, schlägt dem Fass den Bo­den aus. W er Po­lit-Ge­pö­bel mit Vo­ka­bu­lar un­ter­halb der Gür­tel­li­nie mag, kann sich das Schmie­ren­thea­ter in der Auf­zeich­nung der Sit­zung sel­ber an­hö­ren. Ein­fach auf die Home­page der Stadt Chem­nitz kli­cken. CDU/FDP woll­ten ei­nen Be­auf­trag­ten für die ma­ro­den Fuß­we­ge und ei­ne hal­be Mil­li­on Eu­ro mehr pro Jahr für den Un­ter­halt der Brö­sel­pis­ten. SPD und Grü­ne lehn­ten im Du­ett ab. I ch kann den Är­ger über die­se Brett­vorm-Kopf-Hal­tung der So­zen und Grü­nen gut ver­ste­hen. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Tie­fer kön­nen ver­bohr­te Ideo­lo­gen die Ho­sen nicht run­ter­las­sen. Was CDU- und FDP-Stadt­rä­ten zwar den Kamm schwel­len las­sen kann, aber nicht zu der­ar­ti­gen Ver­bal-Aus­rut­schern wie „Kot­zen“oder „Doofheit“füh­ren darf. 2019 wird der Stadt­rat neu ge­wählt. Die Schlamm­schlacht dürf­te die schmut­zigs­te in der jüngs­ten Stadt­ge­schich­te wer­den.

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