Vie­le Ecken, kaum Ge­fahr

Chemnitzer Morgenpost - - FRONT PAGE -

Die nächs­te Au­er Ecke führt zu ei­nem Tor, wet­ten? War­um? Aue be­nö­tigt von der Sta­tis­tik her knapp 23 Eck­bäl­le für ei­nen Tref­fer. 22 hat der FCE in den letz­ten drei Par­ti­en un­ge­nutzt ge­las­sen. Da­her: Die nächs­te sitzt.

134 Ecken ha­ben die „Veil­chen“in die­ser Sai­son schon ge­schla­gen, sechs To­re folg­ten dar­aus. Ins­ge­samt fie­len elf Tref­fer nach ei­nem Stan­dard, vier da­von in der Rück­run­de. Das be­deu­tet so­gar Rang acht in die­ser Sta­tis­tik. Es gibt al­so zehn Teams, die deut­lich schlech­ter mit die­sem Stil­mit­tel um­ge­hen. Trotz­dem wird es mal wie­der Zeit. Das letz­te Tor nach ei­ner Ecke war das zwi­schen­zeit­li­che 2:0 von Mal­colm Ca­cu­ta­lua beim 2:1 ge­gen Fürth. Zu­vor traf Pas­cal Köp­ke zum 1:0 ge­gen Lau­tern.

Die Bäl­le von Stan­dard-Kö­nig Chris­ti­an Tif­fert - er schlägt na­he­zu al­le Frei­stö­ße und Eck­bäl­le - kom­men meist mit ei­ner gu­ten Idee ver­se­hen in den Straf­raum ge­flo­gen. Was wa­ren da schon für tol­le Va­ri­an­ten da­bei - sie­he das 1:0 von Di­mi­trij Na­za­rov in Braun­schweig mit sei­nem Vol­ley­schuss, das 1:0 da­heim ge­gen Nürn­berg war ei­ne Ko­pie, dies­mal von Do­mi­nik Wy­dra, oder auch der Frei­stoß­ball zum 2:2 in Kiel durch Ca­cu­ta­lua.

Aber zu­letzt ging den Au­ern die Ge­fahr et­was ab­han­den. In Bie­le­feld stell­ten die Au­er so­gar ei­nen Sai­son­re­kord auf. Noch nie hat­te ei­ne Gast­mann­schaft in die­ser Spiel­zeit so ei­ne ho­he Zahl an Eck­bäl­len in ei­nem Spiel, näm­lich elf. Was un­term Strich her­aus­kam, war ei­ne Dop­pel­chan­ce von Pas­cal Köp­ke und Se­bas­ti­an Hert­ner (36.). Mehr passierte nicht.

Auch ge­gen St. Pau­li flo­gen acht Eck­bäl­le in die Box, oh­ne dass et­was Zwin­gen­des passierte. „Wir üben das wö­chent­lich, ha­ben ei­ni­ge Va­ri­an­ten pa­rat“, sag­te Tif­fert nach dem Fürth-Spiel. Vi­el­leicht üben die „Veil­chen“das in die­ser Wo­che noch ein­mal ex­pli­zit, denn sie wis­sen ja jetzt: Die nächs­te Ecke führt zum Tor!

Tho­mas Nah­ren­dorf

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