Kunz for­dert: Mit An­stand in die 4. Li­ga

Chemnitzer Morgenpost - - FRONT PAGE -

CHEM­NITZ - Zwei Mo­na­te lang war er weg! Das 5:0 in Er­furt er­leb­te er auf der Bank, ge­gen Mep­pen durf­te CFCKee­per Ke­vin Kunz erst­mals wie­der zwi­schen die Pfos­ten. Ge­hol­fen hat die Rück­kehr des Stamm­tor­hü­ters nicht. Die Him­mel­blau­en kas­sier­ten beim 1:2 die 21. Sai­son­nie­der­la­ge.

Und so schlu­gen nach dem Ab­pfiff zwei Her­zen in der Brust des Schluss­manns. „Es war wie ei­ne Er­lö­sung. Zehn Wo­chen sind ei­ne lan­ge Zeit. Für mich per­sön­lich war es ein sehr schö­ner Nach­mit­tag“, ver­riet Kunz: „Aber ich hät­te mit der Mann­schaft gern et­was Zähl­ba­res mit­ge­nom­men.“

Am 2. Fe­bru­ar im Heim­spiel ge­gen Je­na (1:0) hat­te sich Kunz in den An­fangs­mi­nu­ten beim Zu­sam­men­prall mit Ti­mo Mau­er ei­ne Schul­te­r­eck­ge­lenk­spren­gung zu­ge­zo­gen. Elf Mal ver­trat ihn Ke­vin Tit­tel, der ab so­fort wie­der ins zwei­te Glied rückt. „Wir ha­ben ge­gen Mep­pen ei­nen gro­ßen Kampf ab­ge­lie­fert, das Spiel pha­sen­wei­se do­mi­niert. Am En­de er­zielt der Geg­ner ein Traum­tor, und wir ste­hen mit lee­ren Hän­den da. Das ist bit­ter“, so Kunz, der bei sei­nem Come­back we­nig Mög­lich­kei­ten be­kam, sich aus­zu­zeich­nen. „Vor der Pau­se muss­te ich ei­nen Ball ab­weh­ren, das war aber eh Ab­seits. Nach dem Sei­ten­wech­sel muss­te ich zwei Mal pa­rie­ren. Ei­gent­lich ein eher ru­hi­ger Nach­mit­tag. Um so trau­ri­ger ist es, wenn du trotz­dem zwei Ge­gen­to­re kas­sierst.“Ins­ge­samt steht der CFC nun bei 68 Ge­gen­tref­fern - selbst Schluss­licht Er­furt (63) hat we­ni­ger.

93 Dritt­li­ga­spie­le be­stritt Kunz für den CFC. Die 100-er Mar­ke wird er nicht mehr schaf­fen. Vier Spiel­ta­ge blei­ben noch, dann geht es für den in­sol­ven­ten Club ei­ne Eta­ge tie­fer wei­ter.

Mit oder oh­ne Kunz? Das ist völ­lig of­fen. „Ich bin erst ein­mal froh, dass ich über­haupt wie­der spie­len konn­te“, sagt der Schluss­mann, der im Som­mer 2015 aus Groß­as­pach kam.

„Es war ein sehr tur­bu­len­tes Jahr, und je­der wird froh sein, wenn es in vier Wo­chen in den Ur­laub geht. Aber noch ha­ben wir ei­ni­ge Spie­le. Wir wol­len uns mit An­stand ver­ab­schie­den und wer­den wei­ter al­les raus­hau­en“, ver­spricht Kunz.

Olaf Mor­gens­tern

1:2 ge­gen den SV Mep­pen, zwei­mal muss­te Ke­vin Kunz (r.) bei sei­ner Rück­kehr in den CFC-Kas­ten hin­ter sich grei­fen. Hier al­ler­dings bleibt er Sie­ger ge­gen Max Kre­mer (M.), der Fa­bio Leu­ten­ecker ent­eilt war.

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