Hei­de-Jog­ger sam­melt Müll im Vor­bei­lau­fen

Chemnitzer Morgenpost - - SACHSEN -

DRES­DEN - Die Aus­beu­te ist er­schre­ckend: Et­wa 60 Müll­tei­le hat Event-Pro­fi Cle­mens Lutz (46, Kochs­tern­stun­den) ges­tern bei sei­nem Wald­lauf auf­ge­sam­melt. Te­tra Paks, Be­cher, Ab­sperr­band, Fla­schen, Wurst-Ver­pa­ckun­gen, Alu­fo­lie, Tü­ten ...

Lei­der kein Ein­zel­fall. „Wenn ich mor­gens mit mei­ner Hün­din jog­gen ge­he, dann ste­cke ich mir seit drei Mo­na­ten zwei Mal pro Wo­che ei­nen Müll­sack ein. Ent­lang mei­ner Lauf­stre­cke he­be ich auf, was an­de­re weg­wer­fen“, so Lutz. Sechs ver- schie­de­ne Stre­cken - sechs bis neun Ki­lo­me­ter lang - füh­ren ihn durch die Dresd­ner Hei­de. Über­all das glei­che Bild: „Man­che Leu­te las­sen ih­ren Müll ein­fach fal­len. Es scheint sie nicht zu stö­ren, dass bei­spiels­wei­se Plas­tik nicht ver­rot­tet“, är­gert sich Lutz.

Aber er gibt nicht auf. Von je­dem Mül­lLauf pos­tet er auf Face­book ein Fo­to mit dem ein­ge­sam­mel­ten Hau­fen. „Ich hab so die ers­ten Nach­ah­mer ge­fun­den. Im­mer mehr Läu­fer oder Spa­zier­gän­ger be­frei­en die Hei­de von Müll. Aber die Idee ist nicht von mir“, ge­steht Lutz. „Plog­ging“nennt sich der Trend, den die Schwe­den aus­ge­löst ha­ben. Der Na­me setzt sich aus Jog­ging und dem Schwe­di­schen „Plo­cka“(auf­räu­men) zu­sam­men. KK

Lan­den oft in sei­nem Müll­beu­tel: lee­re Kaf­fee­be­cher, ein­fach in der Hei­de weg­ge­wor­fen. Cle­mens Lutz (46) be­ginnt sei­ne Jog­gin­grun­de in der Dresd­ner Hei­de - zur ers­ten Glas­fla­sche ge­sellt sich schnell viel Plas­tik­müll.

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